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neben befand sich der Hof der Zisterziensermönche von Marien-feld (gestiftet I I 85). Auch die Kartäuser von Weddern(gestiftet 1477) hatten einen Ansitz in einem weit älterenSteinwerk (Agidiistraße 65) erworben. Weiter besaßen dieBenediktiner von Liesborn seit I l 3 l ein Absteigequartier inder Lütkengasse. Alle diese Klöstersitze nehmen in der Kunst»geschichte Ehrenplätze ein. Eine kurze Zeit gehörte den Zister-zienserinnen von Gravenhorst das Haus Krummer Timpen 57,das dadurch berühmt geworden ist, daß es der DichterinAnnette von Droste in ihrer Jugend häufig als Absteige-quartier gedient hat.
Wer süddeutsche Städte näher betrachtet, sieht oft alteGebäude mit mehreren Böden in hohem Dachgeschoß, diedie Frucht des auf dem Lande liegenden Klosters aufnahmen.Diese Häuser dienten mit ihren anderen Gemächern in Fehde-zeiten als Fliehburgen. In Münster waren sie selten.
Und nun zum Adel. Auch da ein Gegensatz zu süd-deutschen Reichs- und landesherrlichen Städten. Fast allehatten namentlich im 13. Jahrhundert Pfahlbürger undAusbürger. Beide wohnten außerhalb der Mauern. Jeneswaren meist Bauern, die sich von den städtischen VorrechtenNutzen versprachen; dieses waren Adlige, die zugleich derStadt im Fehdefalle ihr Schwert zur Verfügung zu stellenhatten. Für beide Arten finde ich in Münster keine Belege,doch ist die Überlieferung außerordentlich lückenhaft. Außer-halb des Bispinghofes sind in der übrigen Stadt Mitgliederdes Landadels als Hausbesitzer nur selten nachzuweisen. DieAufnahme in das Bürgerrecht erfolgte durch den ursprüng-lich vom Bischof ernannten Stadtrichter und die beidenRichtherren, Vertreter des Rates. Unter Bischof Heinrichvon Moers (f 1456) suchten fünf Adlige um die Aufnahmein das Bürgerrecht nach (2 v. Oer und je 1 v. Münster,
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