Aus den kleinen BurgmannSlehen erwuchsen keine Pracht,bauten.
Der hohe Adel hatte im Mittelalter in der Stadt zweiSitze. Das war einmal der der einstigen Vögte des Bis«tums, der Grafen von Tecklenburg und ihrer Erben, derGrafen von Bentheim. Er bildete den Vorläufer des gräf-lich Galenschen Hofes am Hindenburgplatze, der erheblicheReste aus der bentheimschen Zeit bis 1 699, jedoch nicht ausdem Mittelalter enthält. Auf die Herren von Kochenheimfolgten 1756 die Grafen von Galen als Eigentümer, diedas „Hotel" sofort erweiterten. Das Alter dieses gräflichenBesitzes ergibt sich aus den vielen zugehörigen „Gademen",kleinen Häusern, deren Geschichte nachzugeben interessantwäre.
Der zweite hochadlige an der Iüdefelder-Sandstraßegelegene Besitz gehörte den Edelherren von Steinfurt, dielehensrechtlich dem Bistum verbunden und Vögte desStiftes St. Mauritz waren. Der Hausname „Kemenade"(caminata) spricht für ein beträchtliches Alter, für eine Zeit,da Steinhäuser mit Kaminen noch selten waren. Zu diesemHofe gehörten außer dem großen Garten 15 Häuser.
Ich berühre kurz die Höfe, die Klöster und Stiftern ge-hörten. Das älteste von ihnen war das 851 gegründeteadlige Frauenstift Freckenhorst. Seine Besitzung, zu der nochvier Häuser gehörten, lag auf dem Bispinghofe. Hier istauch das Frauenstift Nottuln zu nennen, weiter das 1 122 be-gründete Prämonstratenserkloster Kappenberg, dessen Ruhmtrotz späteren tiefen Niederganges seiner durchaus dem Adelentnommenen Insassen nicht vergangen ist. Bei den Synodenund bei dem Kirchenpatronatsfeste hatte sein Propst Sitzneben dem Bischof oder in den Chorstühlen der Domherren.Sein Hof lag an der Andrücke zum Bispinghofe. Dicht da-
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