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Aus dem alten Münster : Erinnerungen, Skizzen und Studien
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wurde. Es mag noch lange Zeit selbst strohgedeckte Häusergegeben haben.

Wenn der 1 87 1 gestorbene Präsident von OlferS erzählt,daß er als Knabe mit vielem Vergnügen die lange Reihe desRindviehs, voran die stattliche weiße Kuh des Bürgermeistersvon PlönnieS (Bürgermeister wann?) gesehen habe, wie sieam frühen Morgen von dem Hirten die Straße hinab undzum Ludgeritor hinausgetrieben wurden, so muß ich zumeinem Bedauern gestehen, daß ich das Hirtenhorn nicht mehrgehört habe. Trotzdem wurden auch da noch vielfach Kühegehalten, so auch von meinem Großvater mütterlicherseits aufdem Bülte. Er besaß auch auf Mauritz Land: IunkmannSKamp. Münster hatte nach den Worten Kerssenbrocks (um1570) Ochsenhändler, die das dänische Rindvieh auf denWeiden um unsere Stadt fett machten. Auch in den von Kuskeveröffentlichen Kölner Handelsakten begegnen öfter Münster-sche Ochsenhändler mit niederländischem und friesischem Vieh.

Innerhalb der Stadtmauern wurden keine Viehmärkteabgehalten. Sie fanden vor dem Ludgeri-, Iüdefelder- undHörstertore statt. Für den Bispinghof finde ich keinen be-zeugt. Die Termine decken sich zum Teil mit dem Sende:Peter und Paul (29. Juni), Montag nach Gereon (10. Okt.),LaurentiuS (10. August) und zu Clemens (23. November).Anscheinend entsprach dem Frühlingssend Lätare kein Vieh-markt.

Es fehlt auch nicht an Gründen für eine gutentwickelteAckerwirtschaft. Bei dem Verkauf des Brockhofes an dasDomkapitel 1 224 werden Acker im Besitze von Bürgern undErbmännern (Rite und Rode) genannt.

Es ist wohl nicht zweifelhaft, daß bei der Befestigung derStadt sich innerhalb der Mauern reine Bauernhöfe befanden.Doch ist es schwer, sie einzeln nachzuweisen. Gewisse Straßen-

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