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lichen Visitation von 1571-1573 und in den Hof. undAdreßkalendern, von denen ich den von 1784 besitze, vorliegen,und füge dem, was mir aus den Registern von Urkunden«büchern und Zeitschriften bekannt wurde, bei. Ich verfügeauch nur über eine zu geringe Kenntnis des Charakters derFamilien. Fehler sind daher nur allzu leicht möglich.
Innerhalb der Stadt gab es drei Kapitelskirchen. Eszählte nach den VisitationSakten das Stift am alten Dome,neben den jeweiligen Pröpsten 10 Kanonikate, an dem vonLudgeri gab es 1 2, an Martini 1 7. An dem vor der Stadtliegenden St. Mauritz waren gleichfalls 1 7 Kanonikate. AlsPröpste fand ich in früheren Zeiten bei Mauritz und Ludgerieinzelne Hochadlige. Auch der niedere Landadel wird zurück-gedrängt. Bei der Visitation gehörte auf Mauritz die Mehr«zahl zu den Erbmännern. 1784 stehen neben 5 vom altenLandadel 3 Neuadlige, ein Erbmann fehlt, 4 gehören zu ge«hobenen Bürgerfamilien. An Martini waren bei derVisitation noch 1 3 Erbmänner. — 1784 ist der Propst nochvon altem niederen Adel, von den Kanonikern noch einer, dieübrigen sind Sprossen gehobener Familien, meist aus Mün»fter. Auch in Ludgeri sind Landadel und Erbmänner auf jeeinen zusammengeschrumpft, der Rest sind gehobene Mün<steraner. Die Sorge der Eltern, nachgeborene Söhne in sol»chen geistlichen Stellen unterzubringen, hat am stärksten beimHochadel und den Erbmännern, aber auch beim Landadel dieFortpflanzung und Ausbreitung des Geschlechtes eingeschränkt.Für den Adel kamen weiter Ritterorden, auswärtige adligeBenediktinerklöster dazu. Aber auch in die anderen, jüngerenMännerorden, die keinen Geburtsunterschied mehr kannten,die Orden der Franziskaner, Dominikaner, Jesuiten tratenAdlige aus tiefreligiösem Geiste ein. Wer ein Kanonikaterhielt, blieb in der Welt und mit seiner Familie verbunden.
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