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Aus dem alten Münster : Erinnerungen, Skizzen und Studien
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Eltern schreibt, und über die Triumphe, die die junge, schöneKaufmannsfrau bei den Käufern errang, berichtete. Annettevon Droste-HülShoff war wirklich eng mit dem Volke ver-bunden. Unter allen westfälischen Adelsfamilien standen dieDroste-HülShoff und die Kerkerinck-Borg mit Münster inden engsten Beziehungen. Sie entstammten deren Bürger-schaft. Ursprünglich hießen die DrosteS Deckenbrock, 1282erscheint Engelbert Deckenbrock, münsterscher Bürger, ineiner Urkunde als Zeuge hinter einem Leve und einemKerkerinck, die beide ratsfähigen Geschlechtern, den späterenErbmännerfamilien angehörten. 1291 heißt er nicht mehrDeckenbrock, sondern Dapifer, das ist Droste. Er war nichtetwa bischöflicher Dienstmann, die bischöflichen Truchsessensind die Droste-Vischering. Die Hülshoffs trugen den Titelals Amtleute des Domkapitels. Es ist meines Wissens dereinzige Fall, daß eine solche Korporation einen Amtmannbesaß. 1288 wurde Engelbert Deckenbrock auch cameraliusdes hochadligen Frauenstiftes zu Uberwasser. Da die Hüls-hoffs zu den Erbmännern gehörten, wurden sie in den Erb-männerprozeß, in dem das Domkapitel behauptete, daß keinErbmann darin aufgenommen werden dürfe, verwickelt. Derschließliche Entscheid fiel zugunsten der Erbmänner aus. Esdauerte nicht lange, da wurde einer aus ihren Reihen, ErnstConstanz, vom Domkapitel zum Domdechanten erwählt, undtrat damit, da die Dompröpste ihren Vorrang verlorenhatten, an die Spitze des Kapitels. Ein Bruder war fürst-bischöflicher General. Dessen Haus (Krummer Timpen 59)war bis 1818 das Absteigequartier der DrosteS in Münster.Rüschhaus war der Witwensitz der Mutter. Auch dorthinpilgerte ich öfter. Möge es in dem ursprünglichen Zustandeerhalten bleiben. Das ist eine Ehrenpflicht für uns Westfalen.

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