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Aus dem alten Münster : Erinnerungen, Skizzen und Studien
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Teilerbe an die Seite, der Nachfolger Reinaids von Dasselauf dem Kölner Erzstuhle, Philipp von Heinsberg. Soest laginmitten der westfälischen Salzquellen. Es gehörte seitlanger Zeit dem Erzbischofe von Köln, der innerhalb desOrtes eine Burg hatte, deren Gräben aber vernachlässigtwaren. Der Erzbischof gilt in der Geschichte der Stadt alsihr größter Wohltäter. Deutlich erkennbar ist die von ihmvollzogene kirchliche Organisation, die aus den vorhandenenKirchen und Kapellen ein vielgliedriges Pfarrsystem machte.Unklarer ist die Anlage der Befestigung der vier zusammen»gefaßten Höfe. Doch die Überlieferung, die sie ihm zuschreibt,dürfte wohl die Wahrheit sagen. RatSmänner begegnenschon l 1 87. Der Mauerkreis wurde nie erweitert.

Von den bischöflich münsterschen Städten ist dieser Cha-rakter bei Coesfeld für 1 192, bei Bocholt für 120! belegt.

Diese Darlegungen erweisen, daß nicht nur in West«falen führende Handelsplätze noch lange des sicheren Schutzeseiner Stadtmauer entbehrten, als ein Teil ihrer Bewohnerlängst seinen Handel weit nach Norden und Osten vor-getrieben hatte. Bei der Ummauerung werden diese „Bürgerohne Burg" nicht untätig zugeschaut haben. Wenn sie in derFerne, so in Lübeck und Wisby sehr starken genossenschaft.lichen Geist bewährten, sollte ihnen dieser der Heimatstadtgegenüber gefehlt haben? Das ist undenkbar, selbst wennman die Anhänglichkeit des Westfalen an das „Alte" inRechnung stellt. Auf die zweite Hälfte des 12. Jahr«Hunderts gehen in Münster auch die Anfänge der Bildungeines Rates zurück, des Repräsentanten des Willens, derTatkraft und des Selbstvertrauens der Bürgerschaft. Dermünstersche Prinzipalmarkt ist wohl der höchste künstlerischeAusdruck des Einvernehmens zwischen Stadtherrn und denführenden Bewohnern.

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