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Staate nur die Domimmunität, die enggebaute Kaufmanns«stadt und ein vom Hochwasser bedrohtes Wiesengelände. Auchfür Münster war bis 1875 die Contrescarpe die Grenze derstädtischen Gewalt. Was draußen lag, gehörte ringsum zumAmte St. Mauritz, das in meiner Jugend von dem Neben-flügel der Dompropstei aus verwaltet wurde. Das war inallen drei Fällen die Folge von Entschließungen, die zu demBau und zur ersten Erweiterung der Stadtmauer geführthatten.
Die Zeit, in der Münster die Bürgerstadt ihren Mauer-ring erhielt, ist sehr schwer festzustellen. Mit der Anlage derBogenftraßen war die Mauer der Domimmunität stark ent-wertet. Sie konnte einer ernsten Belagerung nicht wider-stehen. Wohl mochten ihre vier Tore einem turbulenten Auf-stande oder einem Handstreiche standhalten. Wir wissen dasvom Michaelistore. Als 1535 Streitkräfte der Belagerervon der Kreuzschanze aus in die Stadt der Wiedertäufereingedrungen und auf dem Domplatz gelangt waren, holten sieaus der Domkirche Geschütze; doch auch mit diesen konnten sienicht einmal das von der Innenseite angegriffene Tor bewäl-tigen. Die kostbare Anlage des Bogenhausviertels bedürftenach außen eines Schutzes. Damit ist der Termin wenigstensannähernd für die Erbauung der Stadtmauer gegeben.
Schon vorher muß die Zahl der Bewohner, die nicht vomAckerbau lebten, außerhalb der Immunität erheblich gewesensein; denn die Erbauung der Lambertipfarrkirche um II 00fällt schon vor die Einnahme und Zerstörung Münsters durchden Herzog Lothar von Sachsen 1 1 2 1 .
Es mag sein, daß schon früher, als die Marktansiedlungnoch nicht geordnet war, die Ansiedler durch Wall und Grabengedeckt waren. In den Straßengrundrissen ist allerdings keinAnhaltspunkt für deren Lage zu finden. Auch erforderte eine
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