Rathaus, gegen den Marktplatz, gegen die Stadt der Kauf-leute und Gewerbetreibenden.
Eine sorgsame Forschung von drei Generationen derFamilie Geisberg hat die Entwicklung des ImmunitätS-bezirkes völlig klargestellt. Seine Basis lag längs der ver-sumpften Aawiesen. In ihnen gab es eine Furt, von der derHügel am rechten Ufer der Aa den Namen Mimigernaforderhielt. Der vorgelegte Halbbogen ward früh von einem, zumTeil später vorverlegten Ringe von Mauer und Graben um-geben. Noch heute ist die Immunität für jedermann klarerkenntlich. Noch heute nennt die Stadt in ihr kein Gebäudeihr Eigentum. Vgl. Tafel I.
An der Basis der Immunität, dem Aalaufe, erfolgteeine Veränderung, die das heulige Stadtbild noch beein-flußt. Die Aafurt verlor ihre Bedeutung durch die Anlagevon drei Brücken: eine innerhalb der Immunität, die beidenanderen hart außerhalb der Flanken ihres durch BischofBurchard I. (IO98-III8) erweiterten Bereiches. Ganznahe der Furt wurde eine nur für Fußgänger und Reiterbenutzbare schmale Holzbrücke unterhalb des Spiegelturmeserrichtet. An der nördlichen Flanke wurde eine, zuerst II 37bezeugte Steinbrücke, im Zuge der heutigen Rosenstraßeund des SpiekerhofeS, angelegt, der seinen Namen vom Land-wirtschaftshofe des Domkapitels trägt. Dicht unterhalbdieser Brücke wurde eine Mühle gebaut, zu der ein Stau-becken, das zwischen dem ältesten Bischofshofe und demFrauenkloster Überwasser lag, gehörte. Der Überlauf ver-blieb dem alten Flußbette; für das Mühlenwasser wurde einneuer Ablauf geschaffen, es entstand die heute noch vor-handene Aainsel.
An der südlichen Flanke lag die, zuerst 1217 bezeugte,Mühle oberhalb der Brücke. Diese selbst führte auf den
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