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Von der Neutralität Belgiens
Entstehung
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und Preußen, die vor dem Kampfe standen, sich ihr Wohlwollen zuversichern suchten, Gebrauch zu machen verstanden hätte?

Es ist in dieser Zeit ein von Süden her kommender Angriff, denwir zu fürchten hatten, und um dem Trotz zu bieten, bauten wir dieBefestigungen von Antwerpen, die im Falle des Einbruchs erlaubthätten, wie die neuen Befestigungen es uns erlauben werden, dieRegierung in Sicherheit zu bringen und die Hilfe zu erwarten, dieunsere Garanten, in Erfüllung ihrer Pflicht, uns zu leihen ein Interessehaben werden.

1870 und später hat die Gefahr, in europäische Konflikte herein-gezogen zu werden, einen anderen Charakter angenommen; es istnicht mehr ein direkter Angriff, der uns bedroht, sondern eine Ver-letzung bei Gelegenheit eines Konfliktes an unseren Grenzen.

Ich habe schon gesagt, wie wir unter wertvoller Beihilfe Groß-britanniens vor 40 Jahren diese Gefahr beseitigt haben, und seitdemhaben wir, um besser imstande zu sein, sie zurückzuweisen, uns einestarke Verteidigungslinie an der Maas geschaffen.

Die erheblichen Änderungen, die in der Lage Europas sich voll-zogen haben, sind wohl geeignet, uns große Besorgnisse zu erregen.

Frankreich ist aus seiner Vereinzelung herausgetreten und hateinen Verbündeten gewonnen.

Wird die neue Politik, die England angenommen zu habenscheint, ihm erlauben, in Zukunft die wohlwollende Rolle weiter zuspielen, von der wir bisher die Wohltat genossen haben?

Wird es nicht im Augenblicke der Gefahr durch Bande gefesseltsein, die ihm gegenüber einem der Kriegführenden der vollständigenUnabhängigkeit beraubten, so daß es seine Tätigkeit noch wirksamzu unseren Gunsten ausüben könnte?

Und doch, je mehr man daran denkt, um so mehr überzeugt mansich, daß es nicht zustimmen kann, daß Antwerpen in die Hände einergroßen Festlandsmacht falle.

Wenn wir unfähig wären, diesen großen Hafen zu behaupten,wenn er weder Frankreich noch Deutschland gehören soll, welcheLösung bietet sich dann unserer Einbildungskraft?

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