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Von der Neutralität Belgiens
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würde, dem wenn nicht förmlich verbündeten, so doch eng befreundetenFrankreich in die Arme zu fallen, falls dieses es für ersprießlich haltensollte, seine Truppen durch belgisches Gebiet marschieren zu lassen. Daßin einem, derartigen Falle aber von einer anderen Seite als England Hilfegebracht werden könnte, wird selbst der größte Optimist nicht behauptenkönnen. Der ehemalige Minister des Äußeren machte die weitere Ent-hüllung, daß ihm während seiner Amtsführung Dokumente zu Gesichtkamen, die in zweifelloser Weise beweisen, daß Belgien im Falle einesdeutsch-französischen Krieges diesmal nicht auf die Hilfe Englands, son-dern ausschließlich auf die eigene Kraft rechnen könne.

Ich habe Ihnen die Opfer, die Verpflichtungen, welche für unsaus der Neutralität sich ergeben, auseinandergesetzt, die in den Ver-trägen stehende Garantie auf ihren wahren Wert zurückgeführt; ichwürde Ihnen aber nicht meine ganze Meinung gesagt haben, wennich nicht die Vorteile anerkennte, die wir aus der Neutralität gezogenhaben.

Die Neutralität hat uns auf dem internationalen Gebiete dieFührungslinie angewiesen, die am besten unserer besonderen Lageentspricht; sie hat uns diese unparteiische Haltung des gleichen Wohl-wollens gegen alle anderen Staaten erleichtert, die Haltung, die ambesten dem Lande entspricht.

Ohne Zweifel würden wir ohne sie dieselbe Politik haben führenkönnen, wie es mit Erfolg unsere nordische Nachbarin getan hat, aberunsere Stellung als Neutrale hat uns die interessierten Bitten erspart,die abzulehnen zuweilen schwer ist, ohne die besten Beziehungen zustören.

Es ist billig, diese Wohltat anzuerkennen. Es gibt noch etwasWichtigeres, das in meinen Augen gewissermaßen die Entschädigungfür die Lasten der Neutralität darbietet. Das ist das besondere Wohl-wollen, daß die Mächte unaufhörlich der Nation bewiesen haben,deren Unabhängigkeit durch ihre wirksame Beihilfe begründetworden ist.

Dieses wertvolle Wohlwollen hat dem Lande erlaubt, sich nachallen Richtungen, der materiellen, wirtschaftlichen, 'geistigen, künst-

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