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Von der Neutralität Belgiens
Entstehung
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die wechselnden Führer der Revolution in den früheren Stadienniemals erreicht hätten, erreichte nun der neue König, der Kan-didat Europas war und geeignet schien, den belgischen Un-ruhen ein Ende zu machen. Zwar standen Rußland und Öster-reich innerlich auf holländischer Seite, Preußen hielt sichneutral, aber die Hilfe von Frankreich war dem Belgier sicher,vielleicht auch die von England.

Eben hatte der junge König die Verfassung beschworen,so begann er seine Regierung auch schon mit einem Bruch der-selben. Der Artikel 121 scheint überhaupt da zu sein, um ge-brochen zu werden, denn auch bei Beginn des jetzigen Welt-krieges ist er von König Albert gebrochen worden. Der Artikellautet:Aucune troupe etrangere ne peut oecuper ou traverserle territoire qu'en vertu d'une loi."

Zwar hat der belgische Minister der auswärtigen An-gelegenheiten de Muelenaere mit seinen Amtsgenossen denkorrekten Standpunkt vertreten, aber der König hatte sichdurch den früheren Minister Lebeau dazu bewegen lassen,sofort die Hilfe von Frankreich und England, die Garantie derNeutralität anzurufen!

Lannoy hebt den Widerspruch hervor: im September 1830hatte das Prinzip der Nichtintervention, vom französischenStandpunkt aus vorgeführt im Widerspruch zu den Verträgenvon 1815, Belgien vor einer orangistischen Restauration be-hütet; im August 1831 verlangte Belgien im Namen des ent-gegengesetzten Prinzipes, im Namen eines noch nicht ratifi-zierten Abkommens den Schutz Frankreichs 17 ).

") a. a. O. S. 256.

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