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Von der Neutralität Belgiens
Entstehung
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recht in 7 festen Plätzen und das gemischte in einem weiterenmit voller militärischer und gerichtlicher Autonomie auf Kostender belgischen Provinzen den Niederländern überwies.

Es war nach dem harten Willen der Eroberer gegangen,die sich ausdrücklich auf dieses Recht stützten, und Belgiendiente nun der Sicherheit eines fremden Staates, der seineTruppen bis an die andere Grenze der Provinzen vorgeschobenbehielt. Der Barrieretraktat von Antwerpen vom 15. Novem-ber 1715 war für Österreich nur annehmbar in der Voraus-setzung, daß die große siegreiche Allianz von 1701 dauernd be-stehen bleibe.

Als das geregelt war, hat die französische Regentschaftwirklich im Haag und in Amsterdam den Vorschlag gemacht,durch Neutralisation der belgischen Provinzen die Ausführungdes Barrierevertrages überflüssig zu machen. Heinsius schobdie Sache auf die lange Bank, er wußte, was er tat, dieNeu-tralität" wäre ja doch nur ein Mittel gewesen, um die Siche-rung Belgiens herabzusetzen und dann hätte ein neuer fran-zösischer Ansturm um so leichter das Land erobert.

Das politische System Europas schwankte und wurde 1756gründlich umgeändert, als Frankreich und Österreich, ihre alteFeindschaft aufgebend, Bundesgenossen wurden. Die Nieder-lande zogen sich entsprechend ihrem raschen Kräfteverfallaus dem Gebiet der hohen Politik mehr und mehr zurück. Siebehielten zwar in den Barriereplätzen noch Garnisonen, aberso schwache, daß sie nicht ernsthaft ins Gewicht fielen. DieBarriere hat ihren Zweck durchaus nicht immer erreicht undBelgien wurde wieder mehrfach ein Kriegsschauplatz. Ineinzelnen Fällen blieb es jedoch vom Kriege verschont,doch beruht das nicht auf dem Barrierezustand allein,

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