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Von der Neutralität Belgiens
Entstehung
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Eidgenossen getragen ist diese Vergünstigung des Landesauch beschützt durch ein Heer, das jedem Angriffe heftigenWiderstand entgegenstellen würde, und vor dem Angriffe auchbehütet durch eine Diplomatie, deren allererstes Ziel ist, dieseNeutralität nicht zu verletzen, sondern durch die Tat wie inWort und Schrift diese moralische Pflicht zu erfüllen.

Für den dritten kritischen Punkt ist die Neutralität ein von.außen herangebrachtes Auskunftsmittel. Die noch viel größereSpannung hatte aus Belgien das Schlachtfeld Europas gemacht.In dem Jahrzehnt, da Europa den stärksten Willen zur Einig-keit hatte, entstand unerwartet hier ein neues Staatsgebilde,dem Europa nur dann die Anerkennung gewähren konnte,wenn es als neutral erklärt wurde und sich erklärte.

Allen drei Gebieten ist es eigen, daß sie nicht die Stätteeines einheitlichen Volkes sind. Am Bosporus endete die Stoß-kraft der Bulgaren wie die räumlich geschlossene Siedlung derTürken; die Schweiz und Belgien sind durchzogen von demQrenzlaufe deutscher Sprache und ihrer Abart, der vlami-sohen. Völkische Mischung blieb bestehen.

Wer dem Lauf der Kanalküste von Ostende südwärtsfolgt, der entdeckt, stets der Kette deutscher Ortsnamen fol-gend, noch südlich von Boulogne auf den Kalkhöhen Orts-namen wie Widehem und fialinghen, deren deutscher Ursprungsofort sicher ist. Die einfache Tatsache ergibt sich, daß einstder Kanal auf beiden Seiten von germanischen Völkern um-geben war. Allerdings ist die Sprachgrenze um viele Meilenbis östlich der engsten Stelle des Kanals zurückgewichen. Weraber das Prinzip der Muttersprache zur unbedingten Grund-lage der Grenzlinie machen wollte, müßte von Dünkirchen amMeere beginnen und dann die Grenzpfähle nach SW. bis