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Nachträge
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„gedencken um gotzwillen aller deren frowen u. manspersonen, die inder gsellschaft hie zuo Eavenspurg, die genempt gwest ist der Anckenrütigesellschaft, von anfang für und für biß zu end und ußgang derselbengesellschaft gewesen sien, tod und lebend, Gott ir aller namen wol waist".Gestiftet wurden zwei ewige Jahrtage mit je einem Seelamt und neun ge-sprochenen Messen nebst Austeilung von Almosen. Die Gesellschaft hattesich also damals gerade aufgelöst und wickelte nur noch ihre Geschäfteab. (Mitteilung von K. O. Müller nach einer Urkunde in TettnangerPrivatbesitz.)
Zu Bd. II, S. 21 f. 24ff. Handelsstraßen um Ravensburg. Einigesehr wesentliche Einblicke in das Wegesystem, das der EavensburgerGesellschaft diente, gewährt die vortreffliche Studie von Stolz, Die Ver-kehrsverbindungen des oberen Bhein- und Donaugebietes um die Mittedes 16. Jahrhunderts (Zeitschrift f. Gesch. des Oberrheins, Neue Folge 38[1923], 60—88). Sie gründet sich auf die Papiere, die sich aus den Be-strebungen der Begierung König Ferdinands I. von 1548 an, die Ein-künfte durch Zölle in den schwäbisch-elsässischen Besitzungen zusteigern, ergaben. Die Auskünfte einer Beihe von Beamten geben nichtnur über die damaligen Zustände Auskunft sondern auch über ältere.Ich lasse nun alles beiseite, was den Bavensburger Verkehr nicht be-rührt, wie die Linie Leutkirch—Wangen—Lindau. Diesem Streben, allenVerkehr auf österreichische Zollplätze zu bannen, bot die günstige Lageder nicht sehr umfangreichen österreichischen Besitzungen einige Mög-lichkeiten. Es gab mehrere Punkte, die nicht leicht zu umgehen waren:Feldkirch, Altorf bei Bavensburg, das gleichfalls in der Landvogtei ge-legene Dorf Gebrazhofen südwestlich von Leutkirch und das im Hegau,genauer in der Landgrafschaft Neuenbürg gelegene Stockach. Gegen-über dem von mir behandelten Zustande waren drei Veränderungen ein-getreten. Die Gegnerschaft von Lindau gegen die Habsburger hatte imSehmalkaldischen Kriege die Bürger dieser Stadt veranlaßt, die einststark benutzte Straße auf dem linken Bheinufer von Bheinegg aufwärts,die ausschließlich auf eidgenössischem Boden führte, zu benutzen; aberdie Vertrauensleute Ferdinands glaubten, es werde nie gelingen, denPaß zwischen Schollberg und dem wilden Bheine (nördlich von Sargans)instand zu halten. Dann hatte die Unsicherheit im Hegau wie die Kämpfeum Württemberg, das ja dort den Hohentwiel besaß, die Kaufleute ver-anlaßt, die „untere Straße", die über Pfullendorf und das SigmaringenscheGebiet (nicht Sigmaringen selbst) führte, zu verlassen, sich vielmehr der„oberen" von Ulm auf Bavensburg—Buchhorn oder Lindau zuzuwenden.Endlich war St. Gallen weiter entwickelt, und wer von da aus auf innerenWegen durch den Thurgau nach Südwesten zog, vermied, so lange es inAltorf keinen Zoll gab, überhaupt österreichische Zollstätten. Das Ganzehatte den Seeverkehr von Lindau, Buchhorn angefangen bis Stein ge-steigert, der in Konstanz an der Bheinbrücke von einem Zolle erfaßtwurde.
Zu Bd. II, S. 163. Safrananlegungen in Saragossa 1429—1434.
Die Zollrechnungen von Saragossa, die jetzt bis 1433, ja 1435 mir vor-liegen, lassen nunmehr auch die Anlegungen von 1429 bis 1432 genauübersehen. Ich bringe sie in die Form einer Tabelle.
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