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Zwölftes Buch. Münzen, Maße und Gewichte. § 124
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Vielleicht muß man ihn aber schon für 1477 ansetzen, ich finde ihnda mehrfach verwendet, so auch bei der Formel zur Berechnung derPreise der Leinwand in Valencia. 1
In der Eegel rechnete man in Eavensburg im gewöhnlichen Verkehrnach Pfund Heller, die Steuerbücher allerdings nach Mark. Aus gelegent- 'liehen Guldenvergleichen sehe ich, daß 1473 der Gulden nicht ganz auf16 3 / 4 ß $ (= 337a ß hl.), 1482 auf 35 ß 3 3 / 4 hl., 1497 auf 35 ß bis 35 ß3 hl., 1500—1503 auf 35 ß bis 35 ß 4 hl., 1504 auf 35 ß 37 2 hl. stand.Es ist also sicher der Gedanke des Münzvereins der Heptapolis nichtetwas ganz Neues gewesen, die „ringere Währung" von Überlingen undEavensburg war bisher nur bis zum Jahre 1489 nach rückwärts ver-folgt worden, sie ist älter. 2 Diese Eechnung war auch in Isny, Wangen,Staufen, Kempten und Memmingen im Gebrauche.
Die weitere Entwicklung der Konstanzer Währung ist hier nur zustreifen, da damals die Gesellschaft in Konstanz keine Eechnungmehr führte. Die Münzprägung nach 1480 prägte 14 ß $) auf denGulden, doch sank der faktische Wert der Münze 1485 auf 15 ß $\,1 Kreuzer galt als 3 ^, 1 böhmischer Groschen als 9 ^. Die Münz-ordnung von 1498 setzte einen guten rheinischen Gulden = 15 Schil-linger Pfennig = 30 Schillinger Heller. Dieses System wurde weiterausgebaut, indem die Pfennigschilünger als Batzen ausgeprägt wurdenund dann wieder die Dicken = 5 Batzen, 1 Schillinger hatte 4 Kreuzerzu 3 ,3) oder 6 hl.
Über das Nürnberger Geldwesen orientieren völlig genügend dieArbeiten von Hegel, Sander und Scholler. 3 Die amtliche Bechnungs-münze war das Pfund neu (= 20 ß = 240 hl. = 4 tt alt = 16 Groschen= 120 $}); die dann von der Stadt geprägten Goldmünzen, die Stadt-währung (1 fl = 1 U 4 1 / 2 ß) und die Landwährung (1 fl = 1 U 2 ß) kamenniemals zu einer Gleichung mit dem Pfunde, wie sie die Eechnung javoraussetzt. In Frankfurt gab es nach Bothe* zwar einen Bechnungs-gulden, aber der umfaßte 24 ß und jeder Schilling wieder 9 hl., also derGulden 216 hl.
Köln. Die Eechnung nach Weißpfennigen (Albus) findet sich nureinmal zu 1478. Da wird 1 Albus = 9 hl. gesetzt (8 = 6/8), danachwäre der rheinische Gulden = 26 1 / 2 Albus gewesen, doch gibt die vonEnnen, Geschichte der Stadt Köln, 3, 908, abgedruckte Kurstabelleauf den Gulden für 1478 die Summe von 29 Albus, das wäre ein erheb-licher Kursgewinn zugunsten des Albus.
Italien. Genua. Die Eechnung wurde in Genua nicht in Gold(genovini doro) geführt, sondern in der in Silber 1493 zuletzt geprägtenLira (= gr. 13, 448).
1 3, 148 und 238 f., die doch eine längere Geltung voraussetzen. Dann in derEinzelberechnung der Kosten der Eechnung 3, 27 ff. Da wird auch der Kreuzer= 3y 2 ,3) = 7 hl. gesetzt, das ergibt 60 Kreuzer auf den Gulden, so schon 1476(3, 248) und 1478 (3, 201).
2 Cahn, S.285. Nach ihm war die „ringere Währung" so eingerichtet, daß30 3) weniger auf das Pfund gingen als von der schweren Konstanzer.
3 Hegel, Sander, Scholler, Ernst, Das Münzwesen der Eeichsstadt Nürn-berg im 16. Jahrhundert (Erlanger phil. Dissert. 1912).
4 Geschichte der Stadt Frankfurt.
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