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Neuntes Buch. Waren, V. Die übrigen Waren. § 120
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Es finden sich begreiflicherweise Ankäufe und Transporte vonBüchern nur in Kommission. Für Doctor Jörg Besserer kaufte Ulrichvon Schellenberg zu Pavia. Auch für Wilhelm von Nidegg wurden Büchervon Mailand aus gesendet. Jerg Fögele (wohl in Konstanz) bestellte sich1515 in Genf „Plutharcum de viris ylustribus". Endlich ging 1499/1500eine Kiste Bücher von Mailand nach Norden. 1
Panna. 1478 erscheint als Handelsartikel fanna. Er scheint aus Aragonzu kommen, wurde in Genf, Lyon und in Prankfurt gehandelt. 2 Ist anLawsonia inermis, Hennastrauch zu denken, Alhenna der Araber, einFarbmittel, das zum Eotfärben der Fingernägel benutzt wurde, aber auchzur Seidenfärberei? Doch ist es dann zweifelhaft, wie die Blätter an dendrei Orten gehandelt werden konnten. In Aragonien kommt die Pflanzenicht vor, wohl aber an den afrikanischen Küsten. 3 Oder ist es eineSafransorte?
Tafelsteine, Wappenschilde. Für Lütfried Besserer wurden inNürnberg oder Nördlingen 6 Tafelsteine für 6 ß 6 hl. gekauft und fürNoffre Humpis deren 12, deren Preis nicht festzustellen ist. 4 Tafelsteinist mir sonst nicht begegnet, sind es nicht Steinplatten, die zur Be-arbeitung an Bildhauer gegeben werden sollten? Ob Solnhofener Platten?Auf die für die Erben von Ludwig und Budolf Muntprat auf ihre Grab -steine bestellten Wappenschilde ist oben schon eingegangen. 6
Glas. So oft es auch nach Spanien gebracht wurde, so führte die Gesell-schaft in Barcelona doch nur ein: 1426 4 Kisten Spiegelglas (36 U Wert),1 Kiste 2 Fässer Glas, 6 Kisten Spiegelglas (40 U Wert).
Brillen (Augenspiegel). Andreas Sattler brachte 1477 4 Stück ausFlandern heim. Offenbar Brillen. 6
Salpeter und Schießpulver. 1426 verzollte die Gesellschaft inBarcelona 4 Fässer Schießpulver (= 21 Quintal 2 x / 2 Arrobas = 108 U 15 ßWert) und 4 Fässer Salpeter (=12 Quintal 2 Arrobas = 51 U 6ß Wert).
Brillenbestecke. Tintenfässer. Beynots. Aus Flandern kam 1480nach Barcelona eine Kiste mit 198 Dutzend de tintes (katal. tinter, Tinten-faß) et beynots (Scheiden) und 24 Dutzend de stoigs de ulleres (katal.estoig, ulleres = oculares).
Brief sand. 1515 bestellte man für die Schreibstube 1 Säcklein „mitoyll uff brieff saeent", findet man zu Genua bei denen, so Kämmemachen. 7
Aus dem Privatbesitze der Gesellen sind noch einige Dinge anzu-führen.*
Schuhe, Pantoffeln. Als Schuhe sind wohl die sogola und anstositasegola, auch bordogi, Schalfine (ital. scarpino, feine Schuhe) zu deuten;dann Holzschuhe und Pantoffeln. Alle in Flandern oder Italien. 8
Schließlich bleiben noch einige Waren übrig, die ich nicht er-klären kann.
Bermutt. 1507 schrieb Genua nach Valencia um 2 Ballen bermutt,hatten gute Frage. 9 Ob an Wermut zu denken? Aber katal. absenta.Wermutblätter (Artemisium Absinthium) kommen kaum in Frage, dadiese Pflanze ja durch fast ganz Europa verbreitet ist.
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1 3, 23. 221. 253. 280. 291. 321. 323. 2 3, 74. 3 Wiesner 2, 602.s 1, 229. « 3, 404. 7 3. 221. 8 3, 323. 404. 433. 436. 9 3, 303.
4 3. 253 f.
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