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Neuntes Buch. Waren. V. Die übrigen Waren. § 120
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Wachs, das mit einem eben erwarteten Schiffe komme. 1 Es brachte34 Carga (zu 360 W), zwei Valencianer und die Humpis taten sich zueinem gemeinsamen Kauf zusammen und erstanden um 22 t6 1 ß lacarica, sie teilten es, der eine lud das seine für Barcelona, der andere fürBouc und die Humpis für Genua. Der Preis war so, daß in Genua man10 °/o Nutzen hatte. So viel hatte man nicht erwartet. 2 Bei solchem An-kaufe versprach man sich allweg Nutzen. Im folgenden Jahre kamen dieBavensburger in Alicante in den Besitz von 4 Carga 1 Bubb, ihr Ge-schäftsfreund Myngot machte 6 Ballen daraus und sandte sie nachGenua. Während dieses berberische Wachs 22 U 5 ß gekostet hatte, galtdas Valencianer 24 &. 3
1505 machten die in Mailand an ihrem Wachse 17 °/o Gewinn. Daswar aber ein Bückgang gegen früher, die Verkäufer forderten auch vonden Einkäufern billigere Preise und besseres Gut, höher von Farbe. 4Der Ankauf sollte sich möglichst früh im Winter vollziehen vor Ankunftder Schiffungen. 5
Das Valencianer Wachs schwankte also im Preise für die Carga zwischen22 U 5 ß und 25 U 2 ß, es war in Brotform und wurden 22—23 Brote ineinen Sack (Costalet) gepackt, der etwa % einer Carga wog.
In den Bereich der Gesellschaft trat in Nürnberg und Frankfurt auchdas Wachs, das aus dem Osten Europas kam. Geßler erwähnt hiervonin seiner Bechnung zwei Ankäufe für Bechnung von Michel Kramer überrund 17 Quintal (= 222 fl bis Bavensburg) und dann vier für Bechnungder Gesellschaft über rund 64 Quintal (= 885 fl). Die Preise schwankenzwischen 11 fl 15 ß und 13 fl 5 ß. Nach Bavensburg wurde das Wachsin 39 Ballen abgeführt, darein war meist Ebenstorfer Zinn verpackt. 6Minder hoch sind die Preise in einem Nürnberger Einzelgeschäfte.Michael Spezierer (der oben erwähnte Krämer von Bavensburg) gab zuFrankfurt 150 fl, dafür wurden ihm zwei schöne Stücke Wachs gekauft. 7
Baumgartner erwähnt, daß viel Wachs aus der Berberei und Spaniennach Genua komme und viel nach Mailand gehe. „Wer aus DeutschlandWachs auf Gewinn nach Mailand führen will, muß acht haben, ob manes von Genua billiger dorthin legen mag. Aber in gleichem Preise nähmeman das deutsche Wachs lieber."
Lichter, Kerzen. Im Jahre 1480 transportierte die Gesellschaft150 „wellend lichter" von 3 Sorten (100 um 18 fl, 50 um 14 fl), außerdem427 von 9 Sorten. Im Ankauf stehen 425 Lichter (lichrer) von 9 Sortenzum Preise von 58 fl 4 ß und 150 von 3 Sorten im Preise von 24 fl 2 ß.Außerdem wurden für Noffre Humpis gekauft 141 U „hechter", dasPfund um 9 ,9,, mit Fuhrlohn und Faß (18 ß 6 hl.) 5 fl 9 ß 3 hl. 8 AnLeuchter ist nicht zu denken; denn sie wurden mit Metallwaren ver-packt, da ist viel eher an weiche Kerzen zu denken, da feine Metall-waren mit weichen, elastischen Stoffen gewöhnlich zusammengepacktwurden. Die Preise sind allerdings sehr hoch.
Elfenbein-Kämme. 1479 bestellte Genua für Oberto da Mangiasco5—6 Stück elfenbeinerne Strähle, breit, quadrat, groß, wohl gearbeitet.Wo die Ausführung vor sich gehen sollte, ist nicht angegeben. 9
1 3, 104. 262. 2 3, 121. 146f. 261. 3 3, 122. 185. 4 3, 290. 5 3, 86. 146f.6 3, 351. 356 fr. 7 3, 337. 340. Einzelne Herren der Gesellschaft ließen auchkaufen. Noffre Humpis 25 U. 3, 353. 361. 8 3, 353. 355f. » 3, 260.
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