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2 (1923)
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Korallen. Perlen

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wurden. 1 Die Oliveten, Kreuzkorallen oder Mandoli, waren lang, nichtrund geschliffen und dienten wohl zur Herstellung von Kruzifixen, siehatten keinen rechten Schliß. 2

Private Aufträge über Korallenkäufe finden sich in den Papierensehr oft. 3

Im ganzen hat man den Eindruck, daß in dieser Ware der Ein-karif von Barcelona nach Genua verlegt wurde, der Umfang derGeschäfte noch bis über 1500 hinaus stieg, dann aber abnahm, nachFlandern wurde die Ware nicht mehr geführt. Den Gewinn kennenwir nur in einem Falle sicher. An 15y 2 Maß gewann man 1478 aufder Pfingstmesse 21%.

Der Markt für Perlen, die aus dem Indischen Ozean kamen,wurde in Genua von der Gesellschaft öfter benutzt. 4

Man unterschied kleine Perlen, die nach dem Gewichte der Unze ge-handelt wurden, und Zahlperlen. Wenn die Unze zu 18 » erworbenwar, so war es im rechten Gelde geschehen, es findet sich aber auch einKauf zu 24 » . 5 Stückperlen zu 6 » 10 ß galten als gefunden, 6 späterkostete 1 Stück von 3 Karat 9 », von 37 4 Karat 12 U. Die Eechnungstellte sich so: 3 Mäßlein von Onzperlen = 176 » 2 ß, 26 Zahlperlenä 3 Karat 234 », 26 ä 3 1 /,, Karat 312 ». Unkosten bis Frankfurt 18»19 ß, zusammen 739 » 17 ß = 329 fl rh. Es waren hübsche schönePerlen. Die 3karatige Perle kostete also in Genua 4 fl rh. 7 Auf manchenFrankfurter Messen konnte man sie ausbieten.

Mitunter hatte man guten Gewinn, mitunter mußte man sie aber nachNürnberg oder gar nach Polen senden. 8 Die Gesellen hatten auch wohlsehr schöne Stücke, wie sie sie sonst kaum bei einem anderen gesehenhatten, doch auch gelbliche. 9 In Köln lagerten 1504 52 Stück großePerlen. 10

Auf dem Markte zu Mailand war man mit dem Ankauf von Perlenunglücklich, in beiden Fällen waren sie auf der Frankfurter Messe un-verkäuflich ; sie waren als Zahlperlen gekauft, während die kleineren alsUnzperlen bezeichnet werden.

Einmal 8 Stück, um 1 fl gewährt, man wäre froh gewesen, 10 um 1 fllos zu werden, man solle sie wieder nach Mailand schicken. 11 Die zweiteEechnung ergibt:

154 Stück ä3fl 2/86,5,= 481 fl 5 ß26 ä 4 fl 17 ß 6 Sy = 126 fl 15 ß26 ä 6fl 17/8 6,3, = 178 fl \5 ß

206 Stück erlöst

786 fl 15 ß

1 13» Genueser kosteten bis Genf 72 fl, das Pfund alsoöy 2 fl, gleichzeitigKorallen bis Frankfurt 2y 2 fl, 3, 370. Die Pönitenzen wurden verkauft um10 fl, 3, 377. 1503 kosteten sie rund 5 fl = 12» Genues. Auf 24» Gewicht= 294» Wert kamen bis Prankfurt nur 2» Unkosten, 3, 381. Im gleichenJahre wurde das Pfund auf 9 fl gewertet, 3, 387. Nicht mehr gemacht 3, 295.

2 3, 374. 377. 3 1479: für Herrn Jörg Truchseß eine Mannesschnur aus Grossnegräs, für Konrad Humpis sei. Hausfrau eine kurze Schnur, 3, 338. 1480: fürNoffre Humpis Hausfrau 20 Körnlein, 3, 361. 4 Heyd 2, 630634. Schulte 2,706. 5 3, 314. 372. 374. 6 3, 295. ' 3, 381 f. 8 3, 274. 304. 368. 377. 9 3, 278.295. 368. 10 3, 437. n 3, 387 zu 1503.

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