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2 (1923)
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Korallen

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die Unkosten für den Transport seien äußerst gering, mit 400 fl könneman sehen, wohin das Geschäft hinaus wolle. 1

In die Fastenmesse 1478 zu Frankfurt brachte die Gesellschaft 111 U ,in die Herbstmesse 1478 53 i4f 7 Unzen 2 Quint, Fastenmesse 1479116 U, in die Herbstmesse 1479 386 U von Genua und 173 tt von Bar-celona, in die Fastenmesse 1480 228 U von Genua und 183 tt von Bar-celona, jene hatten einen Wert von 1164y 3 fl, in die Fastenmesse 1503434 tt (Wert 964 fl) und 24 U Penitenz zu 131 fl 10 ß, wo sie nun auflange Zeit dauernd geführt wurden. Im Jahre 1480 war die Ware auchin Flandern eingeführt. Man verkaufte dort alle 12 Maß = 147 U Ge-wicht von Troyes, für 226 U 9 )8 5 ,5,, 1504 147 1 /,, für 90 U 14 ß 8 ,3,. 2Über den Einkauf in Genua enthalten die Quellen noch einige wertvolleNachrichten. Die Korallen sollten zu Stichgeschäften mit Leinwandund Kupfer Anlaß geben. 1507 waren die Bavensburger ohne Konkurrenz.Es ist gut kaufen, wenn einer allein im Feld ist." Aus dem gleichenJahre folgt die Nachricht: es würden keine Korallen mehr gemacht;das war wohl nur von kurzer Dauer. 3

Die Gesellschaft hatte in Frankfurt eine alte Kundschaft, die dieKorallen weiter im einzelnen vertrieb. Zu Anfang der Messe kauftensie von der Gesellschaft und legten sofort die Korallen aus. 4 In spätererZeit tritt einer von ihnen besonders hervor, Hans Moll, der auf einmal20 Maß Korallen abnahm, ohne Unterschrift einen Kredit erhielt, dersich schließlich auf 1037 fl belief. Im Herbste 1500 war Hans wie einanderer Hauptkunde ganz unlustig, die Gesellschaft war bereit, mit Ver-lust ihre Korallen abzugeben. 5 Von großen Gewinnen ist niemals dieEede. Eher von großen Hoffnungen. Unangenehm war die Konkurrenzder Genuesen, die selbst die Messen von Frankfurt und Nördlingen be-suchten. 6

Die Nördlinger Messe wurde häufiger mit kleinen Quantitäten be-schickt. 7

Auch in den Niederlanden war der Kundenkreis sehr dankbar, sie warenes gewohnt, höhere Preise zu zahlen, nur verlangten sie gute Ware, unddie Gesellen mußten oft Klagen über schnödes Ding, über unbrauch-bare Schnüre, über allzuviel unpassende Stücke hören. 8 Die Zahl derKäufer war klein, die Ankaufssumme auch hier oft beträchtlich, denEinzelverschleiß betrieb die Gesellschaft auch hier nicht. 9 Flandern,Frankfurt, Nürnberg, Nördlingen lagen so nahe beieinander, daß ohneSchwierigkeit die Korallen hin und her geschoben werden konnten, 1480kam solches Gut bei einem Schiffsunglück ins Wasser, und nun überlegteman genau, wie man die Ware wieder schön machen könne. 10

1505 wurden noch Korallen für die Frankfurter Messe aus Genua er-wartet. 11 Die letzten Nachrichten über Korallenhandel der Gesellschaftgehören ins Jahr 1511, damals erbat das Geüeger in Wien einen Versuchmit dieser Ware. 12 __________________________________________________

1 3,'257f. 263. 417. Preise: 1479 das Pfund durcheinander gerechnet 8tf;1480: %tt 19 ß; 1500: 5% 7/8 6; 1503: 4» 17 ß 6; 1507: 4& 12 ß 6 $ und5tt 5 ß. 3, 303. 316. 340. 346. 370. 381. 2 3, 339. 341. 346. 360. 381. 427.430. 3 3, 257f. 303f. 316. 4 3, 60. 142. 348. 5 3, 374. 376f. 387. 391. 394.6 3, 368. 382. 394. 1480 drohte Verlust, 3, 429. 7 3, 340. 363. 8 3, 175. 368.417. 427 ff. 9 1478 4 Käufer, 3, 421. Vgl. 3, 348. 10 3, 352. 427. " 3, 280.427 f. 12 3, 454.