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2 (1923)
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214
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Neuntes Buch. Waren. V. Die übrigen Waren. § 119

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neuer Korallen trauten die Herren daheim dem jungen Lütfried Munt-prat nicht,Du bist ihm zu kindisch", Polai solle hinreiten, wennetlichepolidas" vorhanden wären, um Unkauf zu vermeiden. 1 Jeden-falls wurden die von ihm angekauften nicht zu rechten Zeit abge-sendet, in der Ostermesse 1478 mußten die Kunden sich sonst ver-sorgen. Die Herren waren untröstlich. Gerade in diesem Jahre wolltedas Geld, am Safran angelegt, sich nicht aus Spanien bringen lassen,es sollte nun an Korallen haften. Doch in Barcelona hatte man ge-zögert, und Korallen kaufen istkein Kindli Spiel", man beorderteabermals einen anderen nach Barcelona zum Einkaufen. Von denbeiden Ballen, die man hatte, sollte der Geselle zu Lyon den einenBallen nach Flandern senden zum Antwerpener Pfingstmarkt, denanderen nach Eavensburg. Ehe der Brief ankam, war aber die Sen-dung Mr. 2 schon abgegangen. Sie gelangte wohl nach Flandern,wenigstens waren im Juni 2 Ballen dort fast völüg verkauft wordenaber es ist zu beachten, daß die Kostenangabe mit der Barcelonesernicht übereinstimmt. 2

Von den nächsten Sendungen haben wir keine Nachrichten, wohl abervon Mr. 6. Die beiden Ballen gingen auf dem Schiff des Bodrigo d. Fagasanach Bouc, am 16. Juli sendete sie Hops von Avignon nach Genf, dereine Ballen ging nach Flandern, der andere nach Eavensburg. Dieserkam rechtzeitig in die Messe von Frankfurt. Die Beste dieses Ballensfinden sich in dem Bestände, mit dem Lutz Geßler Oktober 1479 seineBechnung eröffnet. 3 Ihm kam dann der Ballen der Sendung Mr. 7(= 19 Maß) am 22. März 1480, er war von Genf direkt den Bhein hinabgekommen. In der Herbstmesse erhielt er 1 Ballen von Flandern mit9 Maß von Barcelona, 7 von Genua. 4

Mit dem Herbste 1480 versehwinden die Machrichten über Korallenvon Barcelona, das dortige Gelieger ward ja auch bald aufgelöst.

Die Preise in Barcelona erschienen denCoralers" nicht ausreichend,doch von Eavensburg erfolgte die Antwort, die Katalanen sollten nichtso viel einkaufen. Auf den Messen von Lyon und Frankfurt im Herbst

1479 gingen die Preise so tief wie nicht in vielen Zeiten. Ein Jahrspäter lag die Ware ganz am Eücken, in Flandern gab man sie umeinen Spott. Weyermann solle alte Schulden an Korallen bringen, dieLeute müßten auch in Barcelona noch heruntergehen. Der Handelwar in Barcelona erlahmt, doch gab es noch immer deutsche Kon-kurrenten: Lyeglin und Ehinger werden genannt. Der Ankauf solltesich nur auf fertige Ware erstrecken, Lieferungsverträge verbot dieGesellschaft. 5

Das Gelieger zu Saragossa versandte 1478 2 Ballen Korallen, ferner

1480 1 Ballen Korallen von Ayerbe aus, er ging also den Weg über diemittleren Pyrenäen. Statt in Safran wollte man in einer anderen hoch-wertigen Ware das Geld herausbringen. 6

In Genua war die Gesellschaft 1477 offenbar überhaupt nicht amKorallenhandel beteiligt. Von Brügge und Genua wurde nun gleichzeitigdarauf hingearbeitet, daß man in Flandern einmal einen Versuch mache,

1 3, 60. 2 3, 78 f. 417. 421. 3 3, 106. 111. 125. 133. 142. 225. 344. 4 3, 346,Gewicht 183 U Barcel. einschließlich der Baumwolle. 423. 5 3, 6. 142f. 175f.190. 6 3, 88. 156.