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198 Neuntes Buch. Waren. IV. Metalle und Metallwaren. §117
besseren Kauf bei Hans Baiimgartner. 1 1503 schuldete die Gesellschaftauf der Frankfurter Fastenmesse für Kupfer 944 fi 5 ß, und 1504 ging derHandel mit den Fuggern weiter, man hatte zwar infolge des Preis-rückganges nur 8 % verdient, rechnete aber mit einer guten Zukunft undverhandelte auch offenbar wieder mit den Fuggern. 2 Im folgenden Jahrehatte man ein Lager von 1000 carga geschlagen Kupfer und im Bruch,und hatte noch 400 dazu in Genua gekauft, mehr wie 130 schob man überTortosa nach Saragossa. 3 Sehr günstig lagen die Dinge im nächsten Jahre(1507), man hatte an dem in Mailand gekauften Kupfer 1700 U Gewinnund hatte es für bar Geld, Korallen und nur wenig auf Kredit veräußert.Im Augenblicke hatten die Bavensburger eine Monopolstellung und suchtendaher möglichst viel Ware in Mailand, Como und Lindau zu bekommen,es sei eine läufige Ware und bar Geld. Hätten sie 400 Cantar, heißt eseinige Monate später, so wäre es bar Geld, niemand sonst bringe es her. 4
Es hat den Anschein, daß die Fugger, die nicht immer ein Geliegerin Genua hatten, den Bavensburgern Kupfer auf Kredit abließen. Indem Verzeichnisse der Passivschulden der Gesellschaft stehen UlrichFugger et fratelli 1500 mit 5662, 1503 mit 944, 1510 mit 3750 und 1520Jacob Fugger und Vettern mit 318 fl.
Während Spanien einst dem Handel sehr viel Kupfer geliefert hatte, wares im Spätmittelalter für dieses Metall auf Einfuhr angewiesen, und dabeistand man nicht auf dem Standpunkt der Venezianer, die mit Bücksichtauf die eigenen Kupferschläger geschlagenes Kupfer ausschlössen.
Für Barcelona sind schon oben die Zeugnisse angeführt worden. Längerhielt sich der Handel in Saragossa und da handelte es sich um großeQuanten. 1506 hatte das Gelieger an fast 218 Quintalen 10,1% Gewinn.159 Quintale lagen noch in Saragossa, 20 in Huesca. 5 Die Angaben überValencia reichen von 1474 bis 1510.1480 hatte man reinlich 40% Gewinndaran und wünschte dick geschlagenes, es war eine dauernd gängigeWare. 6 Noch das Verzeichnis des Zolls von 1506 zeigt die Einfuhr von757 Kisten = 18168 %6 ? Endlich wird auch für Avignon Kupfer bestellt. 8
Es sind doch bedeutende Transporte von der Gesellschaft nach demSüden gegangen, einmal 129 Ballen in einer Fahrt. 9
An Preisen finde ich folgende:
1478. Nürnberg Einkauf Quintal..........6 fl 5 ß.
1479. Genua. Einkauf, wo erworben?........ 5 3 / 8 fl.
1479. Nürnberg Bestellung............ 5y 4 —5 3 / 8 fl.
1479/80. Nürnberg Einkauf Saigerkupfer....... 5% fl.
1479/80. Nürnberg Einkauf Oschenburger....... 6V 2 fl.
1479/80. Nürnberg Einkauf geschlagen......... 5 7 / 8 fl.
1479. Barcelona. Zollpreis............. 5V 2 fl.
1497. Angebot Baumgartners............ 6y 2 fl.
1507. Genua Verkauf bar Geld.......... 15»
1510. Nürnberg Einkauf............. 5 fl 1 ß.
1510. Lindau Einkauf Wiener Gewicht....... 5 fl.
Nach Baumgartner stand 1494 zu Nürnberg 1 Nürnberger Zentner EislebenerKupfers zu 4 3 / 4 fl, gesaigert ungarisch zu 4 U / W fl.
1 3, 369. 373. Jansen, S. 88. 2 3, 269. 275. 383. 3 3, 293f. 296. »3, 298f.315. 5 3, 242. 244. 294.301. 6 3, 4. 39 (77 Quintal). 90 (21 Ballen) 108 (28 Quintal.Angaben über Sorten). 189 (30—35 Quintal). 232 (8 Ballen). Alle diese Stellenreden von Kupfer von Nürnberg her. 3, 305. 7 3, 532. 8 3, 337. " 3, 22.