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2 (1923)
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Lebensmittel. Spezereien

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Blatz de terra. Unter den Näschereien (?), die 1479 einige Gesellenvon Valencia geschickt erhielten, „6 blatz de terra". 1 Feit denkt auchan spanisches ambarilla, Bisamkörner von Hibiscus abelmoschus, worausBiechpulver gemacht wird. Aber die Pflanze wächst in Indien.Corses. Ebenso erhalten mehrere je einen „pot corses". 2Plattisge. 1474 kamen von Valencia für Otmar Schläpfer ein halberKorb Feigen und „plattisge". 3 Lat. platessa, kat. platussa ist aber dieScholle, aber man verpackt sie doch nicht mit Feigen!

Drittes Kapitel

Sonstige Spezereien und Lebensmittel

§ 115. Spezereien. Pfeffer. Gewürznelken. Zimt. Muskatnuß. Macis. Ingwer.Cassia fistula. Wurmkraut. Rhabarber. Mastix. Zedoarwurzel. Galgant. Zimol fdly.Galläpfel. Gummi arabicum.

Auf den Preis der Spezereien übte einen gewaltigen Einfluß ausdie Entdeckung des Seeweges nach Indien. Dadurch wurden Venedigwie Genua schwer betroffen, und für den deutschen Verbrauch warnun Antwerpen der bessere Markt, wohin von Lissabon die Warenbilliger gelangten. Über diese Dinge ist schon früher gehandelt. Hierist nur daran zu erinnern, daß Vasco da Gama von seiner ersten FahrtSeptember 1500 heimkehrte, im September 1503 von seiner zweiten.

Der an der Malabarküste wachsende Pfeffer. (Piper nigrüm)lieferte eine Schote, die im Mittelalter schon erheblichen Absatzfand. In der älteren Zeit begegnet Pfeffer bei der Gesellschaft nurin Käufen für Private. 4

Die Wirkung der ersten Fahrt Vasco da Gamas nach Indien können wiraus unseren Papieren ablesen. Zwar war Venedig für diesen Artikel bisdahin der wichtigste Markt gewesen, doch auch nach Genua kam davon,und da erwarben im Jahre 1500 die Bavensburger 20 Sack Pfeffer, vondenen in Genua 14 bis ans Tor 81 fl, 6 aber 83 fl gekostet hatten, auf jedenSack gingen bis Frankfurt 7 fl Unkosten, so daß sich das Gesamtquantumauf 1772 fl stellte. Die Herren in Bavensburg rechneten auf einen Preisvon 12 ß bares Geld. Erhalte man diesen Preis nicht, so sollte man einenTeil nach Flandern senden. Das aber war nicht nötig, denn man ver-kaufte ihn, obwohl der Pfeffer recht unrein war, ohne Schwierigkeit, derPreis der Ware stieg auf 12 ß 6 hl, sank aber auf 12 ß. b Also vor der Ent-deckung des Seeweges nach Indien kostete der Pfeffer in Frankfurt 12 ßund mehr, dann landete Vasco da Gama.

Im September 1503 kam Vasco von seiner zweiten Fahrt heim, einTeil der Waren ging im Juli des nächsten Jahres nach Genua, dabei auch1400 U Pfeffer. Die Bavensburger kauften von dieser Ware nicht. 6

Nun hören wir nichts mehr von Ankäufen der Bavensburger in Genua,wohl aber berichteten sie wie auch von Mailand über die Preise. 1507

1 3, 123. 2 Ebenda. 3 3, 2. 4 y 2 &. 3, 337. '3,370.372.374.377. 6 3, 274.

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