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2 (1923)
Entstehung
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182
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182 Neuntes Buch. Waren. III. Spezereien. Südfrüchte. 2. Kapitel. § 114

Sehr viel größer war das Bedürfnis für Flandern. 1477 begegnen

5 Ballen. In Valencia ging man etwas zaghaft zu und in Bavensburgmeinte man, sie lägen zu lange in Armbrust. Gelegentlich verkauften dieGesellen auch schon in Valencia, womit man aber in Bavensburg nichteinverstanden war. 1 Ihnen erschien ein Verkaufspreis von 13 ß in Flandernals gewinnreich. Sie ordneten also auf Frühling 1478 die Absendung von100—150 Ballen an, die von Brügge hatten 150—200 bestellt. 2

Von der nächsten Ernte sandte Frühling 1479 die Gesellschaft bei hohemAnkaufspreise 160 Ballen nach Flandern, im ganzen waren auf 4 Passadiendorthin 1500 Ballen gegangen. Mit Becht begleiteten die Valencianer diesezu hohen Preisen gekaufte Masse, die den Bedarf weit überschritt, miternsten Sorgen. Von Flandern wollte man 150 in 200 Ballen, so entschiedensich ihre Gesellen in Valencia, sie bis auf 100 Ballen zu ergänzen, wenn erabschlüge, mehr zu kaufen. 3 Für Valencia galt als richtiger Preis 40 in45, ja in 50 ß, in diesem Frühling hatte die Gesellschaft zu 54 ß 10 ^gekauft, andere zu 58 in 60. 4 Nun fürchteten sich die in Brügge, es kommeBeis für 52 in 55 ß, was über 46 ß kostete, wäre ihnen leid. Der Verkaufvollzog sich sehr schwierig. Es trat ein Preissturz auf 9 ß ein. Wenn imFrühling 1480 nicht neue Ballen nach Brügge kamen, so verkaufte die Ge-sellschaft bis dahin 113 Ballen. Unter Kaufleuten waren im Juli desnächsten Jahres noch 700 Ballen ohne die 300, so innerhalb eines Monatsum 8 ß 7 ß 4 waren verkauft worden. Die Humpis hatten noch 47 Ballen.Einige Kaufleute wollten sich retten durch Aufkaufen zu 7 ß 2 in 3 undmeinten, sich der Humpisschen zu bedienen. Diese aber lehnten ab. 5 DerPreis in Valencia hielt sich hoch, im August 1480 stand er noch über 50/?.Bei solcher Lage kaufte Hinderofen gar nichts ein, die zu Bavensburgwaren sicherlich damit einverstanden, um so mehr, da der eigene in Ant-werpen 9 ß kostete, wo der Preis nur 8 /? 6 war. 8 Das ist die letzte Nach-richt über flandrischen Handel.

Nur im Sommer 1478 hatten die in Brügge wirklichen Nutzen gehabt.Sie verkauften sofort den ganzen Bestand zu 11 ß, trotz hoher Securitätund Nolit hatte man an dieser Ware 28°/oj wenn sie Nolit gegebenhätten gleich anderen, hätten sie über 38% gehabt. Das Wort „Wisset,das Beis ist noch wert hier", war bald eine Unwahrheit geworden. 7

In Nürnberg erhielt Geßler von Bavensburg her 1480 2 Ballen Beis,er verkaufte 3 quintal (ä 100 U), 15 U zu je 3 fl den quintal und er-zielte 9 fl 8 ß*

Es handelt sich um eine so billige Ware, daß sie nur unter günstigenUmständen sich im Handel erhalten konnte. Die Eavensburgerhaben sie früher gepflegt, später offenbar aufgegeben. 9

Das Gebiet der Dattelpalme reicht bis nach Spanien, in derHuerta von Alicante bei Elche ist der nördlichste große Palmen-wald, das europäische Beispiel einer afrikanischen Datteloase derSahara. Die Früchte kommen allerdings nur durch künstliche Be-fruchtung zustande und haben auch nur einen geringen Grad von

1 3, 85. 401. 2 3, 59. 85. 409. 3 3, lOOf. 115. 120f. 147. "3, 15. 59. 100.

6 3, 120f. 423. 6 3, 184. 432. ' 3, 413. 8 3, 345. 347. 350. 9 Wenn 1435Konrad Spadeli (wohl für sich) aus Barcelona 1 Eubb ausführte, so blieb erdoch allein. Barcelona hatte gegenüber Valencia keinen Markt in dieser Ware.