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2 (1923)
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Garne. Spanische Wolle

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Aufkäufern ankaufen, die die Wolle aus Aragon nach Valencia oderTortosa brachten, sondern er wollte selbst von den Produzentenkaufen, und zwar denen der besten Landschaft. Als solche nennt erdie Serranya, die am Südostrande der aragonischen Steppe gelegenist. Er schlägt vor, da die gesamte Wollproduktion einer oder zweierOrtschaften und Städte zu kaufen, 500 in 1000 rubb, und dabeidenkt er an die Ortschaften Belchite, Lecera, Muniesa und Carinena,die in der Serrania de Daroca liegen, in Aragonien. 1 Sie lagen demWege von Valencia und Saragossa näher; wer von Daroca die Haupt-straße nach Calatayud verlassend auf Saragossa abbog, hatte dichtzu seiner Eechten diese Städtchen und Orte.

In diese Gegenden kam der Faktor der Gesellschaft der Safran-anlegung halber. Er glaubte, man bringe es feiler zuwege als jemand.Da sei „lo cresch" der Wolle so groß, daß er die Unkosten leichtabwerfe. Er rechnete dort 10 in 11 ß zahlen zu müssen, wo in Va-lencia die Wolle 16 und die schwarze 18 ß galt. Ja, er gab JacobEudolf schon den Auftrag, zu 10 ß in 10y 2 ß zu kaufen. Sei es dennnicht der Wille der Herren, so würden sie in Aragon oder Valenciadas Gekaufte mit Nutzen veräußern. 2 Aber in Eavensburg wollteman nicht so tief dahinter kommen und stützte sich dabei auf Geis-bergs ebenfalls erhaltenen Brief, auf der Galea Ferrandina sei soviel lana di Valencia auch Tortosa gekommen, daß der Preis von15 U auf und 14y 2 auf 13 gesunken sei. Man glaubte, der Markt seiüberführt, immerhin sollten sie durch Stichgeschäfte zu Valenciaauch in Aragonien 40 oder 50 Sack kaufen, so wolle man es ver-suchen. 3 Tatsächlich gingen die Preise in Spanien in die Höhe (18 ß2 in 4 $ mehr oder minder), das war denen in Valencia zu teuer.Sie überlegten nun, auf der Messe (fiera) von Daroca wollten sie,wie andere, auf Lieferung kaufen. 4

Was in den nächsten Jahren geschah, erfahren wir nicht, da dieQuellen fehlen. 1500 nahm Martin Scheler in Como 8 Ballen feineWolle für 993 U Maüänder (= 301 fl rh. auf 15 Monate Ziel). 5

Mit 1504 setzten die Briefe 6 wieder stärker ein, und da sehen wir,daß für Genua und Maüand die Gesellschaft eifrigen Handel trieb,wie es auch die neue Gesellschaft tat. Von jetzt an unterscheidetman Wolle von Valencia, feine Wolle von Valencia und Wolle vonTortosa. Eine Art ist auch die Lana pelada (peluda), zottige Wolle.

Die beiden Städte gaben den Namen her für die in ihr zum Ver-kauf gelangende Wolle. Sicherlich stammte ein Teü der ValencianerWolle überhaupt nicht aus dem Königreiche Valencia.

1 3, 103. Nach De Laborde, Itineraire descr. de l'Espagne 1, 472, liefertendie Territorien von Belchite, .Carinena, Saragossa um 1825 30 000 Arroba Wolle= 7500 Quintale. Damals war es nicht die beste aragonesische Wolle. DieSchafe dieser Gegend waren an den Fernwanderungen der Mesta nicht be-teiligt. Karte bei Fribourg, Annal. de geogr. 19, 231—244 (1910). Vgl. unsereKartenskizze unten S. 153. 2 3, 102 f. 3 3, 140, 260. 4 3, 185. 6 3, 376.6 Vgl. zum folgenden 3, 270 f. 276.

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