Niederländische Linnen. Zwillich
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Brusttücher von holländischer Leinwand finde ich nur gelegent-lich erwähnt. 1
Zu Antwerpen gingen auch noch eine Eeihe von anderen Lein-wandsorten in den Handel der Gesellschaft über.
Die von Hoogstratenin Brabant wurde in kleinen Quantitätenin Valencia und Saragossa verkauft, meist genügten für Valencia2 Ballen; Masip bot einmal für 1 U Gr. Ankaufspreis 5 U Valencianer,das seien liy 2 %, was den Gesellen aber nicht genug schien. AuchKatalonien kam in Frage. 2
Die Leinwand von üfivelles erscheint nur selten. 3 Das Stückkostete zwischen 38 ß g° und 60. In Genua gewann man 30% daran. 4
Die hennegauische hatte in Genua einmal guten Absatz, auchfür Saragossa wurden 4 Ballen gewünscht, doch kam sie nichtrecht in Aufnahme. Man kam zur Einsicht, ihr müßig zu gehen istdas Beste. 5
In Mailand taucht einmal Leinwand von Chamrach (Oambrai)auf. 6 Genua, das überhaupt feine Leinwandsorten liebte, bat umKamracher und Brügges che Leinwand und hatte daran 28%Nutzen. 7 Von der Brüggeschen bestellte man mit Vorliebe einigefeine Stücke. 8 Auch nach Ravensburg gingen 1504 13 Stück vonCambrai, 5 breite, 3 Stücke schmal Brüggisch. 9
Flandrisches Leinen kommt nach Genua und nach Valencia. 10Mitunter ist nicht zu erkennen, um was für eine Art von Leinwandes sich handelt. 11
Beim Zwillich, einer mit geradlinigen Figuren gemusterten unddaher auf einem Webstuhle mit vielen Schäften hergestellten Lein-wand, hatte die Gesellschaft in älterer Zeit in St. Gallen die Mög-lichkeit, durch dort vorhandene Gesellen ihren Bedarf einzukaufen.
Als Absatzgebiet kam vor allem Flandern in Frage. 1477 ging einlanges Faß nach Flandern. 1478 hatte man noch in Brügge 18 Stückschwarz. An dem letzten Ballen hatte man nur die farbigen Stückeverkauft mit 14 % Gewinn, das Stück galt 17 ß. Neu bestellte man60 Stück (=2 Ballen) und zwar 40 weiße, 8 braune, 8 blaue, 8 grüne,je 4 tanette, graue, gelbe und rote, sollten nicht über 3flrh. kosten.Hätte man sie auf dem Markte gehabt, wären sie alle verkauftworden. Auch einige schwarze wünschte man. 1480 erwartete man2 Ballen für den Markt, man erhielt 3 (mit 99 Stück), die man völligverkaufte das Stück zu 18 ß. Man erzielte 411 1 / 4 fl, bis Buchhornhatten sie gekostet 347, man gewann daran 44 ii, über 12y 2 %. Siewaren viel zu spät gekommen, sonst hätte man sie teurer und umbar Geld verkauft. Man bestellte für den Ostermarkt in Bergen undden Pfingstmarkt in Antwerpen von dem redlichen Gute 192 Stück
1 3, 425. 2 3, 58. 83. 186. 447. 3 Von Genua erbeten nanlsche Leinwand,3, 441. Nach Valencia gebunden 7 Stück, 3 Sorten, 3, 430. 4 3, 269. 8 3,
115. 139. 159. 263.dort. 8 3, 239. 315.
415f. 6 3, 321. 7 3, 271. 293. 300, 307; über Preise siehe9 3, 263. 436. 10 3, 263. 447. " 3, 288. 294.