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2 (1923)
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Neuntes Buch. Waren. I. Webwaren. 1. Kapitel. § 95

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kauf in Valencia zu 18 oder doch 17, dann sei noch ein guter Nutzendabei. 1 Je schwieriger der Verkauf wurde, wollte man doch nichtganz aus dem Gewerbe kommen und sammelte für Spanien 25 bis30 Ballen. 2 Der Ankaufspreis richtete sich auch danach, ob in derschwäbischen Heimat Korn und Wein geraten war oder nicht.Mißriet die Ernte, so waren die Eavensburger Herren sicher, daßdie Bauern fleißig spannen und webten und billiger hingaben alsin guten Jahren. 3 Man erkennt daraus mit Sicherheit, daß unterEavensburger Leinwand auch das Gewebe der bäuerlichen Nach-barschaft mitverstanden wurde. Beim Ankauf finde ich als Preise 10, 4beim Verkaufe in Saragossa 5 ß 8 $ und in Valencia 17, 18. 5 FürGenua hoffte man auf ein gutes Geschäft über das Meer nachSardinien bei einem Ankaufspreise von 9 ty. Man rechnete dortmit 17 % Gewinn. 6

Auch rohes ungebleichtes Leinen kam in den Handel. Es waroffenbar in Barcelona besonders geschätzt. 7 Als Ankaufspreise be-gegnen bei breiter 12y 2 , 13, 14y 2 , 17 ^, 8 als Verkaufspreise inValencia für breite 22 jfy, für schmale 16 J9\, in Saragossa für breite3 ß 8 ^, für schmale 2 ß 8 $. 9

Welsche Leinwand wurde ebenfalls in Bavensburg hergestellt 10und wanderte nach Barcelona und Saragossa. 11 Wenn die rohewelsche für 7y a8 $ erhältlich, bestellte Genua 1507 25 Ballen,sollte von Stunde an bar Geld sein. 12

In Eavensburg wurde auch gefärbte Leinwand hergestellt, undzwar in den Farben Eot, Blau, Schwarz und Grün. Eine Eeihe vonBallen können wir nachweisen, die nach Saragossa gingen. 13 Derblaue Gugler hatte auch in Nürnberg Absatz. 14 Es ist mit derwelschen und den Golschen die einzige oberdeutsche Leinwand,die die Gesellschaft nach Norden ausführte. 15 Der Preis für dasStück belief sich in Nürnberg fast immer auf 1 fl. Auch in Eng-land wäre gefärbte Leinwand in der Zeit des Krieges mit Frank-reich eine gute Ware gewesen. 16

Grobe Leinwand (Golschen) wurde in späterer Zeit von Eavens-burg in großen Quanten auf den Markt von Nürnberg gebracht.

1 3, 58. 149. 2 3, 83. 110, 1480 in Saragossa gut, doch nicht wie einst, 3, 164.3 3, 57. 149. " Aufschlag um 3 hl. 1474, 3, 2. Preise 3, 83. 6 3, 83. 139. 149.( 3, 258. 262. 7 Dorthin gehen 1474 25 Ballen schmal roh, 1520 breit rohund 810 welsch roh. 8 3, 43. 57. 91. 9 3, 158. 10 3,58, Ankaufspreis 1477etwa 72 ,5,. "3,2.190.208. 12 3, 299. 13 3, 2 (1 Ballen), 8. 88. 201 (6 Ballen),2 Ballen zu je 28 Stück, je 14 blau, 10 schwarz, 4 grün.

14 In der Bechnung Lutz Geßlers über Nürnberg 1479/80 ergibt sich Be-stand zu Anfang 2 Ballen zu je 32 Stück, dazn in 7mal je 2 Ballen Zufuhr,also zusammen 16 Ballen == 512 Stück, dazu 10 Stück welsche weiße gemangteLeinwand, zusammen 522 Stück. Der Preis steigt bis 1 fl 1 S\, der Gesamt-erlös für die 522 Stück war 525 fl 1 ß. Die Aichelerin hatte allein 282 Stückübernommen, 3, 349. 1 Ballen 1507 verkauft zu 27 ß. Die blaue Leinwathatte nachgelassen, 3, 393.

u 3, 337 (2 Ballen nach Nürnberg), 340 (1 Ballen.) 16 3, 419.

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