Galeerenfahrten
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Bouc und Genua fahren, dann nachZollzahlung. — 1480: Val.
Herrscher Ferrandina genannt werden. Sie erreichten auf der west-lichen Fahrt mindestens häufiger, aber wohl kaum immer Flandern.DieGaleasseFerrandina wird 1479 als ein herrliches Passadie bezeichnet. 1
1474: -»- 2 neap. Galeassen, Juli in Seeland, am 1. Okt. bei ViveroGaüzien beraubt. — 1477: Val. vor Sept. 17. kam über Southampton.4. Sept. Bare. — 1478: <- in Southampton. — 1479: -<- Juni 21.Val eine Galeasse gekommen, eine zweite erwartet. 1479. ■<— Val.Juni 25. 1 Galeasse wird nachFlandern. 2. Juli Bouc. Bare. 10. JuliAug. 29., wird Gut nach Genua geladen.
Die „Frankricher galea" „Galeassa di Frantza", das Werk JacquesCoeurs, ist von der Gesellschaft meist nur auf dem Kurs Aigues-Mortes bis Valencia benutzt worden, sie lief Bouc wenigstens nichtregelmäßig an, wohl Marseille.
Wie weit sie über diese Endpunkte herauszugehen pflegte, ist ausunseren Quellen nicht zu ersehen. Auch diesen Schiffen zollten dieRavensburger ihren Beifall. Die Rundfahrt ging mindestens bisAlmeria. Nur einmal kann ich eine Fahrt von Flandern her nach-weisen. Ludwig XI. hatte die Einfuhr von Spezereien, Seidentüchernu. a. auf die vier Galeen von Frankreich eingeschränkt, was denLyonern gar nicht paßte. 2
1467: Sept. 4. von Flandern in Bare. — 1478: Aug. 7. Barcelona,woher? —1479: Aigues-Mortes, Marseille, Valencia, am 26. Juni ab nachAigues-Mortes. Am 29. Juli war der Zucker in Lyon. — 2. Galea brachteam 30. Juni Waren von der Rhonemündung nach Val. 9. Sept. Valenc.nach Aigues-Mortes beladen.—1480: verzögert, Bouc, Barcelona 11. Juni,Mallorca, Valencia, Almeria. Rückfahrt Val., Bare. Okt. 7.
In dem Zollbuche erscheinen 1432 auch ein galera de Narbona,1436 eine de Perpignan, die von der Gesellschaft aber nicht benutztwurde, die 1443 benutzte galera de Rodes dürfte dem Johanniter-orden gehört haben, 1433 galera de Malorquines.
Sonst genannte Galeeren benutzte die Gesellchaft nur selten (1434Ruis Funer, 1437 Casasaia e Jofre Sirvet, 1439 Ramon d'Ezpla, 1443Riba). Keine einzige genuesische Galeere wird angeführt. Diese Stadthatte keine Galeerenfahrten organisiert, sondern überließ die Schiff-fahrt ganz den Privaten und diese bevorzugten offenbar die großenSegelschiffe, die ÜSTauen. An den Namen Marin, Grimaldi, Fieschi,Negroni, Doria, Adorno, Salvaigo erkennt man sie. Ein GenueserSchiff wird einmal von einem Ravensburger als Holk bezeichnet. DieÄhnlichkeit der Naus und der nordischen Holke ist in der Tat groß,wenn sie sich auch durch die Takelung wohl noch unterschieden.Die wechselreiche Geschichte von Genua kennt viele Zeiten schwererpolitischer Gegensätze zu Katalonien, so daß die Schiffahrt zwischenbeiden Küsten oft unterbrochen war.
1 3, 184. 2 Bresard, S. 44, Anna. 1. Lorenzo de Medici hatte mit seinem da-gegen gerichteten Antrage ebensowenig Glück.