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2 (1923)
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16
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16 Siebentes Buch. Krisen'. Gesellschaften Ausgeschiedener. Konkurrenten. § 86

Sehr eng waren die Beziehungen der Bavensburger mit denGossembrot, die sie im Vertrieb der aus Messina geholten Seide unter-stützten. 1 Sie waren vielfach Gläubiger der Gesellschaft. 2 Es be^standen sehr enge Beziehungen. 3 Ja es hat den Anschein, daß sie inGenua die Gossembrot überhaupt vertraten. 1498 war SigmundGossembrot, der Verwalter der königlichen Finanzen, der höchst-besteuerte Bürger seiner Vaterstadt. 4 Auch für die dem Patriziatseit lange angehörigen Behlinger sind nähere Beziehungen zu unsererGesellschaft nachzuweisen. Sie nahm 1507 Behlingersche Seide mitnach Norden, kaufte für ihn Safran in Aragonien und hatte beiWilhelm Behlinger Wechselschulden. 5 Die Geschäfte des großartigen,aber schließlich unglücklichen Ambrosi Höchstetter werden auchgelegentlich erwähnt. 6

In Augsburg hat die Gesellschaft schon sehr früh Geschäfts-verbindungen mit den Meuting. Sie brachte der 1448 gestorbeneHans Meuting empor, zu dessen Gesellschaft auch der ChronistBurkhard Zink zählte. Zwischen ihm,des Huntpis von Bavens-purg Gesellschaft und Endressen Sultzer" schwebte 1444 ein Bechts-handel. 7 Der Herwart wird öfter gedacht, es handelt sich um Wechseldes Lukas Herwart. 8 Wo dieser Sohn des 1485 gestorbenen sehrreichen Augsburgers damals lebte, ist mir unbekannt. 9

In den Schuldverzeichnissen sind noch viele andere Augsburgerzu finden, wie Jakob Granetli, Matthias, Pauls Mülich, Jörg Huyff.

Aus Isny lernten wir unter Wien als Konkurrenten die Büfflerkennen, die bald in Leipzig eine bedeutende Stellung gewannen, 1 *ebenso die Besserer von Memmingen, 11 die in schweren Tagen mitden Ravensburgern Hand in Hand gingen. 12

Der Handel der Ulmer ging vorwiegend nach Venedig und Mailand,in Spanien begegnet man nur den Botengattern und Ehingern. DieRavensburger vertrieben nur in bescheidenem Umfange Barchent,ja kauften in Lyon von Ambrosius Both (aus dem alten im Handellange eine große Bolle spielenden Geschlechte) selbst Ulmer Bar-chente. 13 1520 schuldete Hans Both in der Bavensburger Bechnung903 fl. So war die Konkurrenz keine scharfe, wenn die Bavensburgerauch Botengatter mißtrauten. 1 * Es erklären sich auch die großenKredite, die die Gesellschaft den beiden Gesellschaften der Gienger,die damals noch nicht zu den Geschlechtern zählten, in Mailand ge-währten. Der Stand ist folgender:

1 Neuntes Buch unter Seide. 2 Unter 3, 279. 296. 312. Vgl. Westermamiin den Memminger Geschichtsblättern. Vgl. auch 3, 303. 3 3, 384. 4 Strieder,S. 97. 6 Unten 3, 310. Vgl. auch 313. 392. 394. 6 3, 442. ' StadtarchivAugsburg, Missivbücher 5 a, 279 (mitgeteilt von Am mann). 8 3, 383. 389. 393.9 Strieder 126. lu Martin Büffler auch Schuldner, 3, 383. In den NördlingerBüchern zunächst als St. Galler, dann als Isner vorkommend. Strieder,Organisationsformen S. 233 und öfter. u 3, 452. Ulr.-B. von Wangen 1490Bürger in Lindau. Vgl. West er mann in den Memminger Geschichtsblättern.12 Unten 3, 323. 13 Unten 3, 208. " Unten 3, 15.

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