Konkurrenten aus St. Gallen, Basel, Memmingen, Augsburg
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gossa Genossen, wie bald auch ein Gelieger in Valencia entstand.Im Jahre 1515 führten die Deutschen 20 carga Safran aus Ara-gonien aus, davon entfielen auf die Welser 8 carga und außerdemnoch 4 carga katalanischen Ort. 1 Aber schon 1503 hatten die Welserden großen Wurf getan und beteiligten sich an der Fahrt FranciscodeAlmeidas nach Indien (1505), und zwar sie unter allen Deutschenmit der größten Geldsumme. 2 Und von da an waren sie von denErfolgen der Ausbeutung Ostindiens durch die Portugiesen ab-hängig. Die Eavensburger waren in den Eeichen der Krone Aragoneingewurzelt, ihnen fehlte der Wagemut, die Welser-Vöhlin mit denFuggern, Gossembrot, Höchstettern, Imhof und Hirschvogel über-sprangen fast — so hat es wenigstens den Anschein — Aragonienund Kastilien und gewannen den Preis in Lissabon.
Der übrige Handel der Welser ist hier nur so weit zu behandeln,als er aus unseren Papieren erläutert wird. Wir erfahren, wie sie inGenua Wolle von Tortosa einkauften, 3 wie sie in den Niederlandenenglischen Tuchen entgegengingen, 4 aber auch wie sie in Wien Lein-wand von Kempten und Isny feil boten, gerade in diesen beidenStädten kauften sie Leinwand auf. 6 1503 mußte die Gesellschaft einenin Lyon gegebenen Wechsel bezahlen. 6
Den Fuggern gegenüber waren die Eavensburger Aufkäufer desKupfers, das sie vor allem nach Spanien vertrieben, wo die Fuggernoch keine Gelieger hatten, dann aber setzten auch sie sich in Lissa-bon fest und bald wurden sie die erste Geldmacht im Eeiche Kasti-lien. Unsere Papiere enthalten auch einiges über den Warenhandelder Fugger, außer Kupfer auch englische Tuche, 7 und vor allem überKredite, die wohl meist mit dem Kupfer zusammenhängen. 8
Und ähnlich waren die Baumgartner von Augsburg solcheSpringer. 9 Aus den überreichen Quellen, die nun zu fließen beginnen,bemerke ich nur, daß sie 1499, 1500 und 1501 in Aquila je 25 BallenSafran einkauften, eine Summe, die die Eavensburger nie gewagthatten, und längst hatten sie sich von dort zurückgezogen. Und derjunge Hans, der spätere Ehemann der Eegina Fugger, hatte sichin Ofen und England persönlich umgesehen, und er kannte dieHandelsgebräuche, die Warenquantitäten bis Eom, Neapel, Kala-brien, Lissabon. Die Eavensburger konnten eine solche Ausbildungden jungen Leuten nicht zuteil werden lassen, wie sie dieser Baum-gartner bis tief in seine Mannesjahre erstrebte. Das liegt in der Naturgroßer Gesellschaften auf mehr demokratischer Grundlage einer-seits und der energisch von einzelnen Personen geleiteten anderer-seits, wie es bei den Fuggern und Baumgartnern der Fall war.
1 Unten 3, 219. J Vgl. oben 1, 279. 3 Unten 3, 293 und 314. * 3, 442. 5 3,396. 452. 6 3, 383. ' 3, 373. 378. 8 3, 383. ' Die Gesellschaft verhandelte 1497mit ihm über Kupfer, 3.396. Über sie Wilhelm Krag, Die Paumgartner von Nürn-berg und Augsburg. Schwab. Geschichtsquellen und Forschungen, 1914. Vgl. auchArch. storico lombardo 40, 107.