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2 (1923)
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Ferber-Ehinger. Besserer-Hillenson. Diesbach-Watt

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traten, noch ziemlich arm, sie hatten etwa 50 fl. Die Diesbach aberwaren Berner, wie die Schopfer und Brüggler, dazu kamen Baseler,Nürnberger, aus St. Gallen auch Zwick. An der Spitze standen zu-nächst Nikolaus von Diesbach, dann er und Hug und Peter von Watt.1451 ward die Gesellschaft von Ludwig, Junkherrn Loys, JunkherrnHans vonDiesbach und Peter von Watt vonNürnberg geleitet. 1 1457aber von Kaspar Wirt, Hugo von Watt und Otmar Zwick alle vonSt. Gallen, in Barcelona heißt sie von 1428 bis 1443 immer nachKaspar von Watt, nur einmal 1443 nach ihm und Luys Destre (Dies-bach). Es ist aber sehr wohl möglich, daß dieser Kaspar gar nicht derFamilie von Watt angehörte, sondern der St. Galler Kaspar Buchen-acker ist, der als Diener des Klaus von Diesbach in Barcelona durchdie treffliche Diesbachsche Familienchronik belegt ist. Die Gesell-schaft hatte in den Tagen Klaus von Diesbachs in Bern ihren Sitz,wo alle drei Jahre die Bechnung stattfand. Der Handel war sehrausgedehnt. Ihre Gelieger sind schon jetzt von Barcelona und Sara-gossa bis Breslau, Warschau und Krakau nachgewiesen, auch nachFrankreich hinein erstreckte sich ihr Handel. Die Familienchroniknennt weiter Venedig, Genf, Nürnberg, Polen, Prag und zeigt, wieKlaus von Diesbach namentlich in Frankreich handelte (Paris, Bouen,Lyon, Macon, Montpellier und Burgund). Die Erfolge waren sehr be-deutenderer allem auch durch den St. Galler Leinwandhandel. Petervon Watt gewann wohl 20000A, Kaspar (Euchenacker) 15 000, Klausvon Diesbach aber, der allerdings auch seinen Oheim Hans beerbthatte, hinterließ 70 000 fl, davon waren in Katalonien und anderswoim Handel 42 000 fl tätig. Die Diesbach, deren Eeichtum begründetwar, schieden aus dem Handel, spielten den Landedelmann, undschon der reichste Berner seiner Zeit, Ludwig, starb 1451 in sehr miß-lichen Verhältnissen. Der große bernische Staatsmann Nikolausaber, der die Verbindung der Eidgenossenschaft mit Frankreich her-beiführte, war von 1444 bis 1449 auch in Barcelona tätig gewesen.Auch er zog sich zurück. Die von Watt aber blieben ihrem Handeltreu, ein Zweig verlegte seinen Sitz nach Nürnberg, ein anderer garnach Posen. Ein Nürnberger Peter von Watt begegnet in Mailandim Jahre 1499, er gehörte der Nürnberger Gesellschaft des JohannFladung, Cyriak Hoffmann als dritter an. 2 Auch 1500 erscheint erals scharfer Konkurrent in italienischem Seidengewande in Frank-furt. 3 Die Konkurrenz der von Watt-Diesbach läßt sich am bestenin Barcelona und Saragossa verfolgen. Die Gesellschaft betriebstärker den Einkauf von Spezereien als die Bavensburger.

St. Gallen gehörten auch die Zollikofer 4 und Hochrütiner an.Erstere betrieben stark die Safrananlegung in Aragonien und 1515standen sie schon mit 5 carga hinter den Welsern (mit 8) fast an der

1 Apelbaum, S. 25. « Schulte 1, 661. 3 3, 377. * Vgl. Häbler, Zollbuch11, 33. Schulte 1, 631. Schon Jos trieb Handel nach Saragossa. 1450 saß einZollikofer in Memmingen.