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1 (1923)
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210 Fünftes Buoh. Soziale Bedeutung der Gesellschaft, zur Kultur. § 29

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dorf Gremiich. Damit ist die Zahl der Zuwanderer nicht erschöpft,zu ihnen gehörten vielleicht auch die Täschler und Mooshain. KeineStadt hat eine so starke Anziehungskraft auf fremdeGeschlechter"ausgeübt wie Bavensburg. Viele wanderten aber wieder zurück.

In keiner Stadt war aber auch der Anteil der zünftlerischen Ge-sellen so groß als hier, und die aus Waldsee eingewanderten Hilleson,die Lamparter, Meyer und Wigermann stellten hervorragende Kräfte,sonst begegnen noch Glieder der Familien Bader, Bucher, Klein(aus St. Gallen), Fluck, Luckly, Lüti (aus Isny?), Morgen, Sattler(aus Konstanz), Schedler und Spideli (aus'Isny). 1 Da BavensburgSitz der Gesellschaft war, nimmt es nicht allzusehr wunder, auchden Stadtarzt Dr. Uli und den Barbier Hürter unter den Gesellenzu finden. Endlich kommt noch ein eingewanderter Landadligerdazu (Hertenstein-Hornstein). Die sämtlichen namengebenden Be-gierer waren Bürger von Bavensburg und wohl alle Begierer über-haupt in dieser oder jener Form verburgrechtet. In dem Leben derStadt war die Gesellschaft die wichtigste Lebensquelle. Wer diealten Häuser der Stadt betritt, namentlich die noch mehrfach mitWappen geschmückten Häuser der Marktstraße, findet Über-raschendes genug. Da Bavensburg nie einen Stadtbrand erlebt hat,geht ein großer Teil, namentlich der inneren und rückwärtigenArchitektur, auf die Zeiten des Mittelalters zurück, gotische Fenster,gotische Zimmerdecken haben noch sehr viele Häuser.

Wenn man dann aus den Steuerbüchern sich die Namen allergrößeren Steuerzahler auszieht, so hat man nur altbekannte Namen,und an der Spitze der Steuerzahler steht 1473 der namengebendeBegierer Jos Humpis, 1482 Wilhalm von Nidegg, 1497 die WitweKonrad Humpis, 1506 und 1521 Konrad Humpis, der Begiererwurde und war.

Es sind nur wenige Namen von hochbesteuerten Bürgern, dienicht nachweisbar zur Gesellschaft gehörten; in der Steuerrechnungvon 1473 Eis Fügin von Isny und die Kinder von Jakob Schellang,1482 nur Elsa, 1497 außerdem Ulrich Kröttlin, Michael Humel-berg, zwei Jakob Schellang und Franz Faber. Doch auch dieseunterhielten irgendwelche Beziehungen zur Gesellschaft. 2

Wenn Bavensburgs Leben von der Gesellschaft beherrscht wurde,,war etwas Ähnliches bei Konstanz ausgeschlossen. Eine Stadt,,die der Sitz einer bischöflichen Verwaltung war wie eines Dom-kapitels, die als Hafen und Durchgangsplatz einen starken Fremden-verkehr hatte, die ein erheblich stärkeres und vielseitigeres Gewerbe

1 Dazu kommen noch Fels, Linhart, Mesner, Bantz, Stephan, Stoß.

* Auch die Faber betrieben Großhandel. Bartolomaeus 1514 in Valencia.Was wir sond" auch Caspar F. war Gläubiger der Gesellschaft. Ulrich Krötlinward 1480 Bürger in Bavensburg. Unterwas wir sond" mit bedeutenden Be-trägen 14971503. Auch Michel Humelberg unterwas wir sond". Fast alleauch unter den guten Schuldnern. Die Krötlin und Humelberg handelten auch,in Italien.