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Viertes Buch. Personal der Gesellschaft. § 27
* Johann Baptista (nie als Croaria bezeichnet). Ward Sommer1477 von Valencia einem Schiffe nachgesendet, sollte dann in Saragossaverwendet werden, kam am 2. März 1478 mit Briefen aus Spanien usw.,geleitete zugleich Safran nach Bern. Überbrachte März 1478 von Bavens-burg nach Spanien eine große Bekordanz, man hatte ihm auch intimeDinge anvertraut, und kam dann nach Barcelona, wo er sicher 1480 derObmann war. 1497 erhielt er Ehrung 12 fl, 1500 20 fl. „Geselle husa",in den Gewinnungsrechnungen bis 1520, 1525 seine Erben, diese in „waswir sond" schon 1517. 1497 in der Bechnung eine Fürlegung von 400 flerwähnt. 1497 und 1500 unter den guten Schuldnern, die Erben 1520.Er zahlte 1497 und 1503 in Eavensburg Steuern, 1499 wurde er dortBürger, 1497: 300 -j-140; 1503: 53 + 535Ü. Er ist wohl identischmit dem natürlichen Sohne des 1496 gestorbenen Konstanzer Dom-herrn Johannes de Croaria, gen. Sattler (vgl. Kindler von Knobloch 2,380).
* Jörgli, Johann Baptistas Sohn. 1514 heißt es: man will ihn weiterbrauchen und versuchen, wozu man sein bedarf zu Fuß, auf die Straßeund allenthalben; 1517 Ehrung 15, 1520 30, 1525 100 fl.
Hans von Croaria, wie er sich regelmäßig nennt. 1514, 1520 und1525 ganze und halbe Gewinnung, also Geselle, aber ob je tätig? Erwar ein Sohn von Andreas, angeblich aus dessen dritter Ehe. 1495wurde er in Tübingen immatrikuliert, wo 1496 sein Vetter HieronymusDr. utr. jur. Bektor der Universität war. Er war lange Jahre hindurchStadtamman in Konstanz. Er heiratete 1523 Magdalena Hürus vonMammern. Er starb 1541.
Sein Vater muß aber schon 1475 einen Sohn gehabt haben, der für dieGesellschaft in Betracht kam (3, 17).
Erst Hans gehörte den Geschlechtern an und war von 1510 an imBäte als Vertreter der Geschlechter.
Sc he dl er (aus Kempten).
*Jodocus. 1494 fand ihn der Arzt Dr. Hieronymus Münzer alslangjährigen Vertreter der Gesellschaft in Alicante. Heyd, S. 37.Abhandig. d. hist. Kl. der Ak. d. Wiss. z. München 7, 297. Es ist nichtausgeschlossen, daß er die Ankenreute-Gesellschaft vertrat. Kilian istwohl kaum Mitglied, immerhin 1520 unter „was wir sond", ebensoJakob 1520 und 1525 unter den guten Schuldnern.
Schedler finden sich auch in Isny und Eavensburg.
Schindelin (aus Eavensburg). Die Familie hieß ursprünglich Schmid,seit 1375 in Eavensburg nachweisbar. Vgl. Müller, Königszinse, S. 69.
* Falle Schindelin, Junker. Er war 1474 in Valencia, vorher inBarcelona, seit Herbst 1475 wohl dauernd in Eavensburg, im Bild-hauervertrage an dritter Stelle. Er machte dann viele Auszahlungen,so für das Essen und Trinken bei der Gesellschaft Bechnung 1477. Erwar offenbar ein alterprobter Kaufmann. Er versteuerte in seiner Vater-stadt 1473: 300 + 930,1482: 690 -(- 1230 M, ; seinen Erben wurde noch1497 ganze und halbe Gewinnung berechnet. Sein Erbe war wohl StoffelSchindelin (gestorben zwischen 1497 und 1503). Er war 1482 Steuer-meister der Stadt. 1430, 1432, 1434, 1438 ein Palle Schindelin Stadt-ammann.