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130 Drittes Buch. Organisation und Technik des Handels. 3. Kapitel. § 19. 20
Über das Verhältnis von Ausständen und Passivschulden habenwir folgende Ziffern:
böse
! zweifelhafte 1Schulden
M & ß A\
gute
Schuldeteselbst
U ß ^, <U ß Sx
Quelle
Mailand
1504
1507 Febr.1507 Juli
Genua 14791504
1507 Febr.1507 Juli
Saragossa 147 91506152315241527
Nürnberg 14791480
? *
1 *
1724 10 104891 -
? ?
647 1611
86 536 11
83 216 3
107 294 19
I
??1061 12 211
fl ß hl
1277 —1277 — 6
4020 8 2
?7131-------
?
?1605 1 101768 2 11
?
fl ß hl3551 5 23799 2 9
1303 5 -
50 708 3 3
66 228 10 5
44170 18 8
6037 1 2
6 238 4 4
1198 16 3
878 18 4
795 9 11
fl ß hl
4100 18 72 666 17 -
4134 5 1,3,279.
14276 14 913,307 f.
3108 4 6| 3, 319 f.
— 3,261.35276 4 31 3, 270.34232 16 101 3, 297 f.34320 8 103, 312 f.
4679 1
i
1
.3, 119.
4j 3, 243.
3, 244.
3, 244 f.
3, 245.
3, 343.3, 359.
Das Schwanken der Ziffern wird durch die Geschichte der Geliegerklar werden. Hier ist nur kurz festzustellen, daß die ausstehendenguten Aktivschulden immer weit die Passivschulden übertrafen,selbst in Saragossa.
Die Schuld vertrage waren vielfach auf Zeit abgemacht. InBarcelona wie in Saragossa verlangten die Butigers lange Fristen. 1Einige Eechnungen von Mailand und Genua geben die Zahlungs-fristen genau an. In Spanien verlangte man öfter Schuldbriefe(albarans), aber auch an anderen Plätzen.
Irgendwelche Schuldzinsen begegnen in den Papieren nirgend-wo. Die spätere Lehre von Savary schonte noch ebenso den Kunden,er meinte, man solle sich Faustpfänder geben lassen, aber diesäumigen Kunden niemals bewuchern. Besonderen Wert legte manauf Bürgschaften, aber nicht von großen Herren, da man ihnennicht beikommen könne, 2 auch Pfänder wurden angenommen vonzweifelhaften Kunden. 3 Einer solchen Praxis gegenüber wird esdoppelt begreiflich, daß die Herren immer auf pünktliche „richtige"Bezahlung drangen. Die Gesellschaft heischte Nutzen. „Was sollenwir das unsere verstecken und große Kosten, Mühe und Arbeithaben, die nichts ertragen wollte. Besser wäre, müßig gehen. Wirwollen nicht verkaufen und nicht achten, ob man gewinne oder ver-liere. Andere mögen das uns zuleid tun. Laßt uns niemand etwaszuleid tun, denn allein uns zu Nutzen . . . Uns ist nicht Not nach
1 3, 143; vgl. 165. 2 3, 151. 3 3, 16.