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]24 Drittes Buch. Organisation und Technik des Handels. 2. Kapitel. § IS
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Das stibierte man einst selbst und die ligadores das Reis. Daran,was man solcher übrigen Zehrung ledig mag sein, gewinnt manauch. Dazu ist es Euch nur eine Kurzweil." 1 Der Kümmel mußteganz sauber sein. „Es ist die Schuld des Buben, des ligador odergarbelador." 2
Große Ballen, wie sie in Flandern hergestellt wurden, waren fürden Landtransport zu groß. 3 In der Landschaft Bresse aber machteman die Cannemasserieballen zu klein, man muß sie größer machen„den auf einen großen Ballen geht nicht mehr Unkosten und Schiffs-lohn als auf einen kleinen. So führt niemand so kleine Ballen wiewir. Und um bestimmte Sorten soll man nur so viel serpelieramachen als nötig; denn man zahlt sie nicht." 4 Ebenso wurde esfür den Safran vorgeschlagen. ,,Die in Saragossa haben Lasten(carga) gemacht von 360 U , andere machen sie vielleicht von 400 Uoder mehr. Daran haben sie großen Vorteil an Zöllen und Fuhr-lohn. Da die Gewinne so schmal sein wollen, müssen auch wirallerlei suchen. Sollte aber einer etwas beanstanden und er wolltesagen, die carga wäre zu schwer und sollte Gefahr an etlichenZöllen sein, so wäre des besser müßig gegangen; denn die Fuhr-leut verschweigen, wie zu besorgen ist, nichts." 5 Da der Safran1507 so teuer war, wollten die Krämer nicht gern große Säckekaufen. Man sollte nun 5 Säcke auf den Ballen machen lassen. 6
Die Warenballen waren sorgfältig mit der Gesellschaft Zeichenund mit fortlaufenden Nummern zu zeichnen. An den großenSünder Claus Bützel geht die Mahnung: „Auch daß die Ballenzum Teil unrecht gezeichnet sind. Das alles ist Dir zu viel." 7 —„Item, an Geldrich schreiben, daß er die Fracht nicht gezeichnethat. Ist ihm eine Schande." 8
Allen Warensendungen sollten „Rezepte" beigelegt werden —Aufzeichnungen über den Inhalt und den Einzelwert der Waren—,die Knaben sollten sie abschreiben. 9 Eine Reihe von Ladeberichtenhat sich erhalten. Gewöhnlich ging daneben noch auf anderemWege eine zweite Abrechnung.
Sehr ernst war die Aufgabe der Gelieger, die besten Schiffs-gelegenheiten auszunutzen. Bei ihrer Seltenheit war ein Ver-säumen eine schwere Schädigung des Kapitalumsatzes. Ahnlichlag es bei den Landtransporten. Für viele Waren kam es daraufan, möglichst früh an dem Verkaufsplatze zu sein.
Kommt man mit der ersten Passage, so verkauft man statt15 Ballen deren 50. 10 Bis in die Fasten mußten in Valencia dieFrüchte gesammelt sein, damit man ja die Passage nicht versäume. 11„Es ist unvernünftig betrachtet, daß es eine Schande, Spott undSchaden ist. Darum, so tut es nie mehr, brauchet mehr Fleißund Ernst, damit ein Gut geladen und gekauft werde zu seinen
1 3, 153. 2 3, 184. 3 3, 6. * 3, 187. 5 3, 169. • 3, 391. ' 3, 224. 8 3, 17.9 3, 11. 10 3, 58. ll 3, 59.