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1 (1923)
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108
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Drittes Buch. Technik des Handels. 1. Kapitel. § 14. 15

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den ja noch heute vergeßliche Leute anrufen, „seien gut gelobt undgeht uns nicht mehr ab, nach unserer Bilanz, denn 28 ß g und hoffenauch, könne nicht mehr und nicht minder sein." x

Die Astrologie spielt leicht hinein, wenn einer über die Aufnahmeder Eechnung schreibt: „Gott wolle, daß es eine gute Stunde sei." 2

§ 15. Münzrechnung in den Geliegern. Währungszettel. Schuldzettel. Verhauf-zettel. Balancen. Meßzettel. Reiserechnungen. Persönliche, sachliche Rechnungen.Die alte einfache Buchführung. Neuerungen. Keine handwerksmäßige Buchführung,sondern eine rationalistische. Ermahnungen. Schlechte Handschriften. Römischeund arabische Ziffern.

Die Eechnungen der Gelieger wurden in der örtlichen Handels-münze geführt, dann in Eavensburg in rh. Gulden im Schlußbetragumgerechnet und so der Eavensburger Eechnung eingefügt. Siebedienten sich derjenigen deutschen Münze, die als möglichststabil galt.

Der „Währungszettel" umfaßte alles, was den Wert eines Ge-liegers zum Schlüsse einer Eechnung ausmachte, also Wert derWaren, der Schulden auf der einen und die Forderungen an dieGesellschaft auf der anderen Seite.

Die Gesellschaft erfuhr aber nicht erst durch die Schlußrechnungenund Währungen der Gelieger und die Schlußrechnungen der reisen-den Gesellen die Ziffern des Verkaufes und Ankaufes, der Kosten,der Ausstände und Schulden. „Es ist gut, oft einen Verkauf- undSchuldzettel zu senden, so sähen wir auch darein. Das thut alle3 bis 4 Monate." 3 „Also sendet uns alle Quatember einen Ver-kaufzettel und einen Schuldzettel." 4

Namentlich legte die Gesellschaft Wert darauf, möglichst oftSchuldzettel zu erhalten, d. h. Verzeichnisse der guten, zweifelhaftenund bösen Schuldner. Sie finden sich seltener in Meßberichten,häufiger aber in den „Eekordanzen", welche die Gelieger heim-schickten. 8

Das Muster eines Verkauf- und Schuldzettels schickte Polai Zwickim April 1506 von Saragossa. 6 Da ist bei dem Arras völlig genaualles angegeben, was irgend in Betracht kommt, und der Gewinnvon 20 % einwandfrei mit Ausschluß der Generalunkosten be-rechnet. 7 Es war auch des Lobes wert, wenn das Gelieger eine„Balanca" schickte, eine Vorausberechnung der Baarmittel, diean einem bestimmten Termin vorhanden sein würden. 8

1 Unten 3, 313. 2 Unten 3, 281; vgl. 298. 3 Unten 3, 152. 4 Unten 3, 81. 87.6 So aus Mailand 3, 279 f. 307 f. 318 ff., Genua 3, 270. 297 f. 312 ff., Sara-gossa 3, 243 ff. 247. Für Valencia vgl. 3, 140.

6 3, 239—244.

7 Vgl. z. B. noch Nr. 80 (398 ff.), wo bei den meisten Waren der Entstehungs-preis und alle Kosten bis zum Verkaufsort angegeben sind. Schon 1478 15V 2 MaßKorallen 3, 421.

8 Unten 3, 138. 338. 415 f. 442.