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1 (1923)
Entstehung
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68
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Zweites Buch. Organisation der Gesellschaft. 2. Kapitel. § 8

Die in der Bechnung von 1507 ausgesetzte Summe wurde erst1511, die von 1510 erst 1512 von dem Vormund der Erben als Ein-nahme gebucht, vor 1503 wurden aber regelmäßig alle Messen 43 fleingetragen, es waren also 1500 258 oder 301 fl ausgesetzt worden.Wenn also uns nun in den Papieren Anweisungen auf Zahlungenbegegnen, so brauchen das nicht gekündigte Kapitalien zu sein,sondern sind wohl zu allermeist Dividenden oder ausgesetzte Be-träge. 1

Es gibt noch einen anderen Weg, um die Höhen der Einlagen an-nähernd zu berechnen. Für die Pastenmesse 1503 haben wir einVerzeichnis der zu erwartenden Auszahlungen und sonst ver-fallenen Summen. 2 Nun enthält das Verzeichnis nur lebende Ge-sellen oder Erben von Gesellen. Aber die Zahlungen enthalten auchvielleicht Ehrungen und ausgesetzte Beträge. Da wir dieseaber aus den Listen von 1503 und 1507 kennen, so stelle ich nursolche Posten zusammen, welche in diesen Listen nicht erscheinen.Damit erhalten wir freilich nur die einmalige Auszahlung, dochwissen wir, daß die Gesellschaft auf einer Messe nicht die ganzeSumme Ausscheidender auszahlte, das wäre eine zu schwere Be-lastung für sie gewesen, sondern die Zahlungen auf 6 oder 7 Messen,also auf drei oder dreieinhalb Jahre verteüte. 3 Wir müssen also dieZahlung mit mindestens 6 multiplizieren.

1016, in 6 Messen 6096 fl

840,

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6 ,

, 5040 „

830,

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6 ,

, 4980 „

830,

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6 ,

, 4980 „

384,

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6 ,

, 2304 „

216,

ii

6 ,

, 1296 ,.

174,

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6 ,

1044 „

Hans Diepold Humpis . . .Kornethlin (wohl Muntprat)Hans Bürgi von Lindau . .Ulrich Siber von Lindau . .Wilhelm von Mdegg Erben

Jakob Muntprat......

Bernhard Beichenbach Erben

Das sind Ziffern, welche sich über die Höhe erheben, welche sichbei anderen Gesellschaften öfter finden.

Das Ergebnis hat gezeigt, daß das Geschäftsvermögen begrifflichund buchmäßig scharf von den einzelnen Familienvermögen ge-trennt war.

Wir sind nunmehr in der Lage, an die Frage heranzutreten, oballe Gesellen auch wirklich Einlagen hatten, oder ob die Gesellschaftauch Diener beschäftigte, die ausschließlich durch freie Arbeits-verträge an sie gebunden war. Das größte deutsche Handlungs-haus, die Fugger, war und blieb eine Familiengesellschaft vonwenigen Teilnehmern, die ihr Geschäft durch bezahlte Faktorenbetrieben. Und ähnlich war es bei den Augsburger und den Nürn-

1 Halbe und ganze Gewinnung erscheint auch für Jakob Humpis Erbeu 1503bis 1517, aber die Posten stimmen gar nicht mit dem Kechnungsbuche überein,so daß ich diese Angaben auf die Erben von Jakob aus der Siggener Linie beziehe.

2 Unten 3, 384. 3 Unten 3, 49.