Die Einrichtungen der Zentrale. Rechnungslage
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1. August), 1517 (nicht vor Juli), 1520 und.1525. 1 Der dreijährige Zeit-raum wurde also im Durchschnitt um sechs Monate überschritten.
Brom-Hey de rechneten nach jeder Frankfurter Messe ab. Stal-burg-Brom (1457) und Koler-Kreß-Saronno hatten eine einjährigeBilanzperiode, bei Weißhaupt, Haug und Behaim eine zweijährige.Bei einem Hause von so erheblichem Umfange wie die Fugger wareine Inventur eine sehr schwierige Arbeit. Zwischen dem 14. Februar1511 und dem 31. Dezember 1527 scheint keine auf eine Inventurbegründete Bilanz aufgestellt worden zu sein;"
Wer war bei dieser Bechnungsablegung anwesend und stimm-berechtigt? Wir haben über die Kosten, die bei einer solchen Bech-nung für die Verpflegung der Gesellen der Gesellschaft erwuchsen,eine genaue Bechnung von 1477. 3 Die gemeinschaftlichen Mahl-zeiten dauerten vom 22. August bis zum 24. September, also34 Tage. Das Frühstück wurde offenbar nicht gegeben, und auchnach dem Abendessen gingen die Gesellen wohl auf die „Stuben".Der Aufwand belief sich auf 111 fl 5 ß und 4 JS\. Nun führt leiderder sonst sehr sorgfältige „Hofmeister" nie die Zahl der Personenan und es gibt auch keine Art der Nahrungsmittel, die ganz glattzu berechnen ist. Am ehesten kommt man mit dem Weine durch.Durchschnittlich wurden täglich 66%Maß getrunken. Die Fleischrech-nung ergibt 424 U Bindfleisch, neben dem täglich noch ein zweiterFleischgang üblich war. Bechnet man %£f Suppenfleisch auf die Per-son, so kommt man auf zusammen 1700 Personen, diese verteilen sich,da 6 Fastentage in die Zeit fielen, auf 23 Tage. Das wären täglich 78Per-sonen. Noch weniger ist die Kost dieser Fastentage zu berechnen, dadie Zahl der Eier nicht feststeht und die Fischsorten zu ungleiches Maßhaben. Im ganzen wird man auch—eine große Eß- und Trinklust vor-ausgesetzt — bei diesen regelmäßigen Unterbrechungen der Arbeitdoch wohl auf eine Durchschnittszahl von 50 bis 70 Personen rechnendürfen. Ein einzelnes Essen hebt sich nicht als ein „Dividendenessen"ab, alle hatten den gleichen Charakter einer recht guten bürgerlichenMahlzeit mit zwei Fleischgängen. Auf die zum Teil recht amüsantenEinzelheiten der Bechnung gehe ich nicht weiter ein.
Die Zahl der Tischgenossen ist recht groß. Es waren sicher an-wesend die zu Hause weüenden Gesellen, vor allem diejenigen,
1 Die sonstigen Zeitangaben zumeist nach dem spätesten Datum des Abschlussesder letzten Eechnungen der Gelieger gemacht. In den Kechnungsbüchern derStadt werden mehrfach Eechnungen der Stadt mit der Gesellschaft über dieSteuer ihrer Mitglieder angeführt. Möglicherweise fanden diese bald nach derAbhaltung der Gesellschaftsrechnung statt. Entscheiden läßt sich das nicht,da die Rechnungen nicht vollständig vorliegen und es auf beiden Seiten ansicherem Vergleichsmateriale fehlt. Städtische Abrechnungen fanden 1468,1472, 1478, 1488, 1489 und 1491 statt.
2 Strieder, Die Inventur der Firma Fugger 1527 (Zeitschrift f. d. gesamteStaatswissenschaft, Erg.-Heft 17), S. 2.
3 Unten 3, 26—33.
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