Teutsche Speißkammer/
fchenlich / ein grosse anzal regen Mollen / vnnd der kleinen Frosch die vber ruck grawfarb/vnnd am Bauch gäle Goltfarbige spzeneklem haben/ gesehen werden / ist abermals ein an-zcigung eines schnellen veränderten feuchten-luftts wider dle Natur / durch welchen dieoffene pon oder schweißlöchlein der Menschen verletzt werden / inn dem das stesolchcnschädlichen vcrglffcen ^ufft an sich ziehen/ vnd die natürliche kreffte vergifften vnd verdar-ben. /^Ntlos.?ll).i.prc)li>!ern.5t.'cr.
5. Iüm fünfften/wan sich der 4ufft gantz schnell verändert/nemlich also/wann es nachts
seh: kalt ist/vnnd gleich den tag hernach ein grosse hitz anstehet / oder so es an einem tagvastheiß lst/vnnd daraujf ein sehr kalte nacht folget/oder das nach einer feuchten zeit ein schmllgäh d:uckcn Wetter angehet / oder das nach einem dmckenen weiter ein vnuersehenllchenasse zeit kompt/ seind eytel mercklicheanzcigungen/dae im 4uftt vil vnd mancherley auff-gehabener<Dämpftvnnd widerwertige Winde sein müssen/dardureh nicht allein solcheschnelle Veränderung der Wetter / sonder auch vil widerwertige pzesten de Menschen kom-men vnd getrewet werden.
4. Aüm sechsten/wan die Sonn etlich vil tag nach einander gantz dunckelroht/alsdurcheinen Nebel oder staub scheinen / gesehen würt / zeigt an das der -Luftt gantz trüb / siaubechtist / dardurch die klaren Sonnen schein nicht düngen mögen / welches dann abermalsemzerstötten 4ujft mit vtlen böftn Dämpften bedeut / dardurch die vnderste eö:per der Men-schen kranckheit halben in sorgen stehen.Besihe Auicennam pnm» ^u^rl.Ild.^rzci«
cte iebre
Iüm sibenden/wann beide/Sommer vnnd Herbst gantz naß vnnd faul seind/müstcnvon noht wegen!M Wmter hernach vil zäher Phlegmatawachsen/fürnemlich beydenAl-ten/aberden hltzigen Cholerischen Menschen d?ewet es hitzige brennende Feb:es/Semenvnd lungen geschwär/sampt vil andern züfallenden kranckheiten Hippoe.cte /^ere.
5. Iüm achten/wann im Herbst die feuchte Mittagische vnnd die jnige vnstateniderftWind etliehzeit toben vnd blasen/so müssen abermals ölenatürltchc krefft vnnd feuchtederMenschen sich leiden/vnnd besozgen/ das sie nicht comtKipicrt vnnd zerstött werden/danndie faulen Aeb:es kommen als dann mit häuften. Ist aber der Herbst gantz dunckcl/ Me-lecht/ohn allen regen/stehet man gleiche fals inn sorgen, -llse Aristo. problem i.
piimlDocs.secun^.cap.io.cjenZturi's Venrorum.
5 Aüm neundten/wan im ^etober oder Herbstmonat die Sternen sohejftig schiejscn/Lngelisch wie dann imxxixjar der mindern zal/da der Engelisch Schweiß regiert/ geschahe/istemSchweiß. zeichen das die qualitet vnd eygenschaftt des Herbsts vcnuckt ist/ darum das dietru-ckene küle zelt des Herbsts in ein warme feuchte qualitet sich verändert hat/ von wegen dergroben auftgestigenen feuchten -Dämpjf/ die durch kraftt vnd würckung der Sonnenzürohnzeit im jar entzündet vnd erhitzigt werden/so ojft das geschieht/ müß man der Vchllenßvnd gemeinen sterbens in sozgen stehen/daft c wie gehött) so ist die pestilentz nichts anderj!dann ein Veränderung des 4uftts / in ein widerwertige gifftige feule der natürliche feuchte.
,0. Iüm letsten/so ofttder Glentz kalt ist/vnnd zur selben zeit wenig/oder gar nichtregnet/vnd doch nicht desto weniger die Mittägisehe winde etliehzeit mit dunckelem Wetter dasreglment führen/ vnd aber bald darnach der 4usft anfacht sich zü leuttern/vnd also behanetohngeuerlich acht tag an einander/ stehet man abermals in sorgen/vrsach /diealtenfeuchtt/so sich mn vergangenem Winter bey dem Menschen erhalten vnnd gemehret haben /dtesolten im Glentzen durch jh?e poros/das kst/Schweißlöchlem vö Natur eins theils außge-triben/vn ander theils durch die warme zeit des Glcntzcns verzehret woeden sein / die selbenwerden als dann durch die kelte der Mjft zü ruck getriben/vnnd im ^eib verhalten/ die fahmdarnachanzüputnficierenvndfaulzüwerden. ^
Vnnd so balo daraujf der Regenwinde vberhandt nimpk / würt das geblütim Men-schen mit den alten faulen feuchten vermischet / welches sich darnach / so weit der gM fl'.t)zst/zertheilt/wann solchs vochanden /wie kan man vil gesunder tag hoffen /dieweilNatur des Menschen von obgemeltcn vngesunden Mufften verglfttet lst ^ Warlich soichevnartige zeit vnnd <Lüftt trewen vil tödtlicher festen / sonderlich den schwängern^ rawen./^rc>vnd zzrvdlem.sec^