Druckschrift 
Kreütterbuch,|| Darin vnderscheidt, Nam=||men vnd Würckung der Kreütter, Stau=||den/ Hecken vñ Beumen/ Sampt jhren Fr#[ue]chten/ so inn Teutschen || Landen wachsen ... || Jtem von den vier Elementen/ zamen vnd wilden Thieren ... || Auch wie alle Speiß vnnd Dranck/ Gesunden || vnd Krancken/ dargereicht werden sollen.|| Alles durch H. Hieronymum Bock ... || beschriben.|| Jetzund zům Andern mal ... || gebessert vnd gemehret ... Durch den Hoch=||gelehrten MELCHIOREM SEBIZIVM Silesium, Der Artzney Doctorn/|| vnd Ordinarium der Statt Straßburg.|| Sampt drey n#[ue]tzlichen Registern.||
Entstehung
Seite
394r
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schad/Namen vnd Wimkung II! Theil. 554-

den Gallöpffeln / daruon man die Dintenvnd schwartze Färb bereltct/ zuLatein Gallagenennet. Die andern Eichbeum/alsJle^mit dem stachelechten laub/vnd der köstlichenfarben/darmtt man Scharlach vnd Carma-sin bereitet/lassen wir/ als frembde gewachst/auffdißmal anstehen.Wer aber daruon zu le-sen begert/ der besehe Theophrastü ltbiij.eap.vnd Ioannem Ruellmm lib.j. eap. lxxxvii/.

Von der Krafft vnnd

?öürckt»ng.

/^Sseind vastder Gallöpffel tugend vn-^^derde

der dem Eychbaum beschnbcn / vnnd istjhzwürekungvnnd brauch vastgemein/zu stopffen/zü samen züziehen/vnd zu ftrben-

Innerlich.

Allöpffel in Wasser gesotten/vil mit gedachtcm Wasser die speisen bereit/stopffen alle Bauchflüß/sonderlich die rote Roterhür.Rhür. Etliche gebel» dlse öpffel gepüluert ininn rotem Wem zu trlneken. Andere wür-ckung seind wle die zarten rinden am Eych-baum.

Eusserlich.

AS puluer im Mund gehaltk/zeucht TäpMn.das Aanfleiseh züsamen/vnnd hebt dasabgefallen zapfflemwiderumb auff.

Gallöpffel zü kole geb:andt/vnd widerummit Esstg abgelöschet/ gebe ein köstliche blut - BlütMung.stellung. FomentavndampffmitGallöpf- FrawenZett.fcl bereit/ stillen der Frawen zeit /'treiben die außgehende Mütter wlder hlndersich inn den Außgehende4cib.

Gallöpffel inn Essig oder Master gebeißt / vnd darmit gewaschen/machet fehwarß Schwarz haar.Haar / welches wol gleublich / dann schwartze färb vnnd Dmten werven von Gallöpffel Amte-. ^vndVttrlol bereit/wie das alle Schmber vnd Ferber wissen.

^ Welchem die Naß zü vil blutet/der misch Gallöpffel mi< Wegerich safft / oderDe-schelkraut safft/netze ein düchlein darinn/vnd stoß es m die Nasen.

puluer von Gallöpffel auff die Wunden gestrewet/ stillet das bluten/vnnd hefftet sie Wu.,den blütmjüsamcn. ^ stillen.

Ämtenzü machen/ Nimb kleine knollechte Gallöpffel fünff loht/zerstoß sie grob/

Victrwl dzey loht/Gummi Arabici zwey loht/ Saltz em halb quintlein/thü es alles mn ei-nen verglasurten Hafen / geuß darauffguten weissen Wein/ der heiß seye/zwey pfundt/ver- hintenzüberelc-vermach oben den Hafen/stell jhn mertzehen tag an die Sonn/oder lm Wmter hlnder den ten.

Hfcn/vnd rhür es alle tag.

Gallöpffel mit Eyerklar vermischet/ein Pflaster darauß gemacht/auff den Bauch gelegt/es stopftet den Bauchfluß. Bauchflüß.

Gallöpffel in Essig vnd Regen wasser gesotten/leine dücher darinn genetzet/vnd auffdm Magen gelegt/weh:et dem vnwillen vnd erbrechen. 1- -Unwillen.

Vvv y