Druckschrift 
Kreütterbuch,|| Darin vnderscheidt, Nam=||men vnd Würckung der Kreütter, Stau=||den/ Hecken vñ Beumen/ Sampt jhren Fr#[ue]chten/ so inn Teutschen || Landen wachsen ... || Jtem von den vier Elementen/ zamen vnd wilden Thieren ... || Auch wie alle Speiß vnnd Dranck/ Gesunden || vnd Krancken/ dargereicht werden sollen.|| Alles durch H. Hieronymum Bock ... || beschriben.|| Jetzund zům Andern mal ... || gebessert vnd gemehret ... Durch den Hoch=||gelehrten MELCHIOREM SEBIZIVM Silesium, Der Artzney Doctorn/|| vnd Ordinarium der Statt Straßburg.|| Sampt drey n#[ue]tzlichen Registern.||
Entstehung
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Emsamlung der Krcutter.

außpzessung/ dz gewächß mit einander/ oder allein dasselbig theil dauon man den fasst außpn'sscn wlll/ klein zerschnitten oder zerhacket/ vnd wo! zu muß zerstosscn / deren werden et-liche mit Wasser/etliche mit Wein/auch etwann mitanderer bequemer feuchte begossenvnd bcsp:cnget/solcher fasst werden etlich alfo weich vnnt^flüsslg behalten / etlich aberauss-getrücknct.

Von den weichen flüssigen Sassren werden etliche allein für sich selbst ohn allen-fatz/ also zu der nohtdursst behalten ^ als Wein/ Eßig/vnnd derglelchen/ etliche werden mitSalk vcrmtschct/alsderaußgep:cßt Sasst von vnzettigen Treüblen / Agresta gcnennet/vndBaumöly/Etliche Sasst auch damit sie von fculnuß vnzerstözet erhalten werden-gm/ die muß inan inn ein Geschirz fassen/vnnd oberhalb aussein zwcrehfingcrgüts jüßBaumöls giessen/ derhalben solches geschin oder Glaß oben ein eng Mundloch haben soll/darmtt man solches öly möge rem abgiessen/wa man sollichcn Sasst brauchen will/aussdtsewelß werden die aller gebrcüchlichstcn Sasst von Kreuttern/Blümen vnd fruchten lan-ge zeit vnzerstö.'et behalten/als Rosen sasst G-anaten sasst/ ^ymonen sasst/Quitten sasst/Holderbeer sasst/ Attich sasst/ vnnd dergleichen / Weitter werden auch etliche sasst von derSonnen/etliche von alter/vnd deren vil mit Fewr eingesotten/ vnnd also hart behalten/alsSüßholy sasst/ Scammonea die beretttet vnnd vnbcrclttet isi/ctlich sasst werdcn auch mitJucker vnd Honig Latwergen gesotten/oder Syrupen.

AberwelcheSassc ohn JuckeroderHonig behalten werden sollen/die müssen hattgesotten werden/ darmit sie vnzerstöm bleiben mögen/dann also werden sie von tag tagje lenger je herter/ das sie etwann gantz dür: vnd dmcken werden / das man sie mit anderembequemen sasst widerumb zertreiben muß/ wa man sie bzauchen will. Etliche gewächß ha-ben auch ein solchen zehen schleim/ das solcher ohn züthüung anderer feuchtigkeit nicht er-weicht werden möcht/als das Samlein des Welschen Flöhe samens/ psilium genenntt/-Quitten kernen/Basilien samen/Fenogree/^insamen/Ibisch wurtzel vnd der gleichen an-dere mehr/ welche vochien mit Wasser wo! erweichet werden sollen/ darmtt man sollich ze-hcs schleimiges sasst daruon pzessen mög.

Weitter selnd noch andere zehe Sasst/welche nicht durch obgemeite art vnd weiß außgepzesset werden/sonder wa dasselbig gewachß/so sollichen sasst gibt / an etlichen orthen ge-letzt würt/ selbst auß sollicher Wunden fleußt/ also eingesamlet vnnd aussgedrücknet würt/als das sasst von Magsamen hauptern/ ^dpium genennet/ vnd andere dergleichen fremdeaussgedöme Sasst mehr.

Gummi vnd Hartz gehören auch vnder die sasst/ welche von jhnen selbst/ vnd ohn allezüthüung Menschlicher hilssauß nianeherley Erdgewachß fliessen/ verhartten/vnndalsoeingesamlet werden / wiewol etliche der selbigen durch durehborung vnnd Verwundungder Beum außfliessen/auch etlich mit hitz vnd gewalt des Fewrsaußgetriben werden-Alle solche erzelte stuck sollen oberzelter maß / wie von wurylen ei stmalengesagt ist/an bequemer statt vnd ott behatten werden/ darmtt sie we-der von vnmcssiger hiß/kalte/ feuchte/rauch staub oder der-gleichen gesehediget werden/ dardurch sie ver-derben/oder mn jhrer würckungkrasstloß werden/??.

(-.)

Kurtzer