Der Krcutter.
Alle Kreutterso du einsamlenondauffdrücknenwilt/soltusolchermassen bewahren/
wie von den wurtzlen gesagt ist.
Die Blumen/mancherley art der Kreutter/werden eben auch sollichcr maß einge-
samlet/wie andere angehörige thell derKreutter gewachs/nemlich wann sie in besten krcff- ^lüm uten scind/als die Capp:es blumen/vo: vnd ehe sich das knöpfflezn gar eröffne/aber die edlen ^Rosen/wann sie jetzund auffgehn wötten/andcreblümleznpflcgctmanabergemetnglichzüsamlenoder abzupflücken so bald sie sich jetzund eröffnet haben/ doch nicht zu lang offengchandenseien/darmit sie/hr krefft noch behalten. Solcher blümen werden etlich minderodermehran der Sonnen auffgedrücknet/nach derarth vnnd elgensehafft einer jeden.Et-liche setzen ein sonderlich gewicht derBlümenauffzudotten/nemlichdas von zehen loch al-lemein loch vberbletb-
Gemeingltch sollen die blümlein alle jar frisch widerunlb eingesamlet werden. Die?hamillen blümen mögen auch ein gute zeit bey kreffcen bleiben.
Zwischen samen vnd Frucht ist kein anderer vndcrschad/ wann das? das ein im an- Kinsamlung derderen verschlossen/ wie man inn einer Feygcn sihet/die Feyg ist die Frucht/aber die kleinen Same»,gclbenkönileindarinn/der samen. Solliches erscheiiA auch aiso in Maulbeeren/ deßglei-cheninn Weintrauben/ist das Beerlein die Frucht/aber diejnneren kernlcin der samen.
Inn -Obs fruchten würk auch der samen innerhalb gefunden/wie inn Depffelen/ Byrenvnd dergleichen / wiewol soüicher samen inn etlichen Früchten vi! anders dann in anderen 'vcwaretist/ als in Ktrßen/Maumen/Nespelen/Welschen .Mßen/so man Curbcer nen-nct /Daetlen/roten vnd schwarten B:ustberlein/Granaten/^>!iuen/vnd dergleichen an-dern mehr/ ist der samen in hültzin schalen innerhalb solllcher Frucht bewart/vnnd sonder-lich versorget. Dan dieweil der samen ein erhalmng ist aller Erdgewachß/lst er bei etlichenvon der fürsichtigen Natur insonderheit wol versorgt/ vnd mit gantzem fletß bewaret wo:-den /züewigererhaltung sollicher gewachß/solllcher vrsach halb würt etlicher Samen innvastharten schalen/so nit leichtlich auffzübrechen verschlossen vnd behalten/wie der ))fer-slchsamenoder kernen/Mandelkern vnd dergleichen/etlicheaber seind allein Mttflcischi-gem marek vmbgeben/ andere mit stareken blaßlein vnd harten hülsen/wie dann die samendes geköehs mit ihren schefen vnd hülsen vmbgeben/vnd darein beschlossen werden.
Äle beste zeit allerley samen zu taglichem brauch vnd erfozderung mancherley noht-durfft/sollen der zeit eingesamlet werden/so sie genügsamltch zeitig seind / deß gleichen auchdie Irücht/darinn sie verschlossen.
Die samen sollen auch jarliehen erfrischet werden / weil eklieh vber das Iar gut blei-ben solle!;.
Auß oberZelter red/ würt dirauch kundt die recht vnd bequeme zeit die gebreuchlichenFrucht em zu samlen-
Von gebreuchlichen rinden etlicher wur-tzcl/gesteud/Frucht vnd der gleichen/joitu dich Her-Rinde.,/:c.aller maß inn dereinsamluiig/ aufftrücknungvnd bewarung halten/ wie von denen stucken insonderheikangezeiget vnd gemeldet wo^de/ vonwelchen sie genommen werden.
Inn allen wolgerüsten Apotecken pflegeeman auch mancherlei safftzüder Artznei nütz- ver Saffe.lichen zü gebrauchen / deren werde etlich von et-lichen gewachsen gantz vnd gar mit allen ange-hangen theilen außgepzesset vnd auffgesamlet/etlich aber allein von etlichen theilen der selbi-gen/alle solche saffc/ samlet man durch außp:es-sung mit einem hiezü dienenden Instrumenteins p?eßleins oderTröttleins/oderdergleiehe
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