Voucde.
süchen vnd öesteiten lassen /jetzundermndise/ dann mnandere'landtschafft nach den Ge-wachsen mit vnkosten gesehnben- Auch etwann die Berg vnd Thal selbs auffvnnd ab ge-krochen/ die Gewächs mn vnwettergesücht/vil vnd mancherley fahr (wie sie melden) dar-über müssen gewarten vnd erfahren. Das gestehe ich gern/vnd ist mt one/wer solche arbeitvber sich nimpt/müß sich dessen vnd der gleichen vil verwegen vnd gewarten.
Ich null aber dlß mals mein eigene gefahr/als Angst/So:g/grosse Arbeit/ Hunger/Durst/Irost/Hitz/Sch:eckcn/lange so:gliche Reiß hicn vnd wider/ durch vil ohnwege desTeutschenlands/als inn Wälden/Bergen/Thälern/vnd Ebenen feldern lassen berhüen/dann was haben andere 4eut darmit zu thun f Der -Lusi vnd gemeiner nutz haben mich sol-ches alles zu duldcn/dahicn verursacht. Will nun fürter anzeigen/waruinb dte Nesselen inmeinemKreutterbüch/ den ersten platz haben eingenommen.
Esistzwar meniglichwolbcwüßt/ dasB:cnnend Ncsselnvnder allen gewachsen/ Nesselzartedie Zarteste remesteKreutter sein/dann sie lassen sich nicht zu allerhand vnraht/wie andere ^reutter.Kreutter/gebrauchen/scin vo: dem gemeinen hauffen/wann sie ihr Nohtdurjftwöllen außrichten/gantz vnnd gar versichert/ vnnd ob schon solche brennende Nessel etwann/wic jederweilen geschehen mag/ von den Hunden vnd anderm vnucrnünfftigcm Vche verunremi-get/vnnd hinder den Jeunen/da jhr liebste wohnung ist/befleckt oder besudelt werden/so ge-schieht es doch vnwijsend vnnd auß vnuerstand/ das sich gleich wol die edele Nesseln leidenmüssen/aber bald werden sie vom Regen oder Htmmeltaw heraber/das jhnen inn dem theilsolcher vnflat auch nit schaden kan/gewaschen vnnd gcseubert/darumb sie dann billich fürdiereinstevnd seubersteKreutter/ so den Menschen fürkommen/gehalten werden.
Dleandere vrsach ist auch dlse/ vnsere Doetores vnd Apotccker schemen sich/ein solchgemem Kraut hmdcr den zeunen zu holen/vnnd inn jhre Rccept oderApoteckenzü setzen/dieweil dann gedachte Nessel beyde inn der Kuchen vnnd Artzney/jhr gewaltige/empsindt- Fessel seind be?liche Würckung beweisen/ wie wir dann solche »nn der Würck'ungvndKrafft der Nesseln v»le»» Artztcnhören werden/ hab ich sieaueh ein mal Herfür zogen/vnd jhnen den ersten platz inn disem veracht.Büch/darmit sie widerumb inn kundtschajft kommen/wollen eingeben. Ich hab auch ge-melt^r Nessel bletter mnmeinem Signet/ dieweil meme Vorältern inn jhren Signetenvnnd Ieichen die allwegen gebraucht/ fürter wollen ehren vnd behalten Darumb sollen die Kessel bletter deliebe reme Brennende Nessel im Apnllen/wann sie noch zart vnnd junghcrfürschlieffen/ Bockszeichen.meine Kuchen besüchen/vnnd so sie auffwachsen vnnd männlicher werden/mn der Artzneivnd memer Apoteeken jhren gebürliehen play finden/vnd einbehalten.
Soistnün Gnedtger lieberHerz/an E.G mem gantz vnderthänigstebitt/ E. G.wöllen dlß Buch / mit allerhand Teutschen Gewachsen erfüllt/ gnädigltchen von Mir annemen/jhren Gnaden den Schreiber disesBüchs m Gnaden lassen befohlen sein Darne-ben/souil möglich/alle StUrmwind/so etwann einher wahen möchten/vnd den guten Ze- Hreutterfemd.wachsen gern schaden zufügen wolten/ableynen. Auch den bösen wilden Thieren/die alle-zeit den hcttlichen Gewachsen schaden zu zufügen/sich nit säumen/ kein zügang gestatten/sieabhalten/vnd mit Hunden/ als den stareken Schaaffrüden/damitvnsere Gärten vndGewachst vnbesehedigt bleiben / verhetzen/ vnnd m den grossen wilden Wald Wanenhalt ^Vanenhalt ei-rjagen vnd verspüren. Kriechen dann schon andere gemeine Wlerlein/a!s Hasen/ Künig- Bewald.lein/Kctzlein/Füchßletn/vnnd andere beseits her/oder dringen durch des Gartens zaun/somögen sie doch nicht mehr/dann so vil sie mit den Dänen nlessen/vnnd im Bauch ertragenmögen/ mit sich hinauß sehleiffen Aber den Schnecken/ Mensen/ Fröschen vnnd Raup--pen/sampt den ^meissen vnd Fledermeusen/vnd was der gleichen schädlicher THierlemmehr seind/wöllen wir sonst besondere Meister vnd aujfseher bestellen/güter Hoffnung/ wirwerden vns einmal/samptdisen vnstren Gewächsen/die vns sawr^nkommen/ vo: denFeinden erzetten vnd beschirmen.
Vnd demnach ich disen grossen Gartenbaw mit seinen Gewachsen vnnd Iügehö-re/mn die hareezü bewaren/mieh zü schwach erkenne/So hab ich/damtt der Gart nicht et-wanvon Sewen zerwühlet/oder sonst vom Vngethier Zertretten/verherget oder verwüstet
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