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sagen, nahm an den nächtlichen Hören ebenso teil, wie an derMatutin und den für den Tag angesetzten Übungen des kano-nischen Officiums. Hinter tempus ist also entweder ein verbumfinitum wie aderat zu ergänzen oder statt erat aderat zu lesenund demgemäfs erat inatutinum oder matutinum allein als Über-bleibsel eines selbständigen Satzgefüges etwa von der Art anzu-sehn: ac si officium erat matutinum, non deerat.
2. cap. 4 S. 745 Z. 17. De rapina etiam noluit vivereneminemque spoliare, sed tarnen non fuit ditior i 11 o deacquisito lucro iustissimo. Die gesperrten Worte sindunverständlich. Der dem Verfasser vorschwebende Gedankeist: Obgleich W. niemand beraubte, war doch niemand reicherals er, nämlich durch gerecht erworbenen Gewinn Hinter ditioroder besser, damit der Tenor und Rythmus der Reimprosa er-halten bleibt, hinter illo wird also ein quis oder quisquam zuergänzen sein. Man sieht: der Text ist doch nicht so gut vonGamans überliefert, wie Waitz a. a. 0. S. 742 annimmt.
Was die Sprache des Schriftchens anlangt, so ist zu be-achten, dafs der Verfasser eine ausgeprägte Vorliebe für Reim-prosa hat und, dafs es von biblischen Ausdrücken und Anklängenin dem kleinen Aufsatz wimmelt. Waitz hat am Rande nur diehervorstechendsten Stellen vermerkt.
Dritte Beilage: Zur Chronologie der BriefeGerberts.
Über die Chronologie der Briefe Gerberts ist erst jüngsteine sehr gelehrte Hallesche Dissertation erschienen: Schlock-werder, Untersuchungen zur Chronologie der Briefe Gerberts vonAurillac, Halle 1893. Der Verfasser kommt zu dem Ergebnisse,dafs die neuen chronologischen Ansätze, in denen Havets Aus-gabe von 1888 von Wilmans: Jahrbücher Ottos III. abweicht,im wesentlichen falsch seien, und sieht sich demzufolge genötigt,Havets Hypothese über die Anordnung der Sammlung gerade anden wichtigsten Stellen umzustofsen. Ich mufs auf seine Aus-führungen, in soweit sie für die obige Darstellung in Betrachtkommen, in aller Kürze eingehen.
Havet stellt die These auf, dafs die handschriftliche Über-lieferung der Briefe 1—180 eine streng chronologische Ordnungdarbiete, S. LXXI. Dies sucht Schlockwerder durch eine ganzeReihe von chronologischen Einzeluntersuchungen zu entkräften.Den Ausgangspunkt für seine Kritik bildet das Verhältnis derep. 1,71 zu ep. 178. ep. 171 setzt nämlich zweifellos bereitsGerberts Übergang zu König Hugo voraus, ep. 178, der
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