Druckschrift 
3 (1775)
Entstehung
Seite
10
Einzelbild herunterladen
 

Temora.roth ist vom Tödten mein Schwert. Wer hatmich aber prahlen (*) gehört?„Söhne des grünenden Erin,“ ſagteHidalla, (**)vernehmen, darüber könnte der Feind sich erfreuen,und sein Arm im Land' überwinden. Tapferseyd ihr, o Krieger! Ihr seyd Orkane im Krieg'!Ihr seyd, wie Stürme, welche den Felsen furcht-loß begegnen, und die Wälder aus ihren Wur-zeln zerreissen. Laß uns voraurücken in unsermVermögen, langsam wie eine versammlete Wolke!Dann sollen die mächtigen zittern; dann soll derSpeer aus den Händen der Muthigen sinken; daSchatten ihre Gesichter bestreifen, werden sie sa-gen, wir ſehn die Wolke des Tods. Fingal inseinem Alter wird trauern. Seinen sinkendenRuhm soll er sehn. In Morven werden dieTritte seiner Führer aufhören. Das Mooß derJahre soll wachsen in Selma.Schweigend hörte Cairbar ihre Worte,wie eine Wolke im Regen: sie steht dunkel aufCromla, bis von ihrer Seite Blitze ausbre-chen:(*) Er brauchte diesen Ausdruck als einen Vorwurf gegendas Selbstlob Feldaths.(**) Zidalla, war Gebieter von Cloura, einer kleinenGegend an den Usern des Lego=See. Seiner schönenGesalt, seiner Beredsamkeit, und seines dichterischenGenies wird hernach erwehnt.