VorberichtDes Deutschen Uebersetzers.Die Begierde Ossians Werke, wie sie imOriginal stehen, bekannt zu machen, hatmich zu einer Unternehmung verleitet, die meineKräfte vielleicht übertrift. Da ich aber eine sogroße Uebereinstimmung zwischen der Englischenund Deutschen Sprache gefunden; hab ich ge-glaubt dadurch, und mit der Kenntniß der Celti-ſchen Sprache, die meine Mutterſprache iſt, diemeisten Schwierigkeiten heben zu können, die je-den Uebersetzer Ossians, der dieser Vortheile be-raubt ist, abschrecken, und den Muth benehmenmüßen.Diesem ungeachtet, dachte ich, es wäresehr viel gewagt, eine neue Uebersetzung, nach je-ner berühmten des Herrn Denis, welche so vie-les Lob billig verdient hat, zu geben. Nachdemich aber diesen Punkt reiflich überlegte, schien esmir, es wäre nichts weniger, als mit diesemDichter, dessen Talente ich so sehr verehre, einenWettstreit anzufangen; wenn ich eine UebersetzungOssians nach dem Geschmacke des Originals,und des Herrn Macpherson in Prosa ausgehenliesse. Denn diese Art ist freyer, und leistetmehrere Leichtigkeit, die Schönheiten des Originalszu fassen, und seine kurze und kräftige Schreib-art, welche eine seiner grösten Zierden ausmacht,nachzuahmen,Ich
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