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1 (1884) Prag, Köln, Erfurt, Rostock, Heidelberg, Wittenberg, Marburg, Leyden, Erlangen
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schalkus Schutte wird Revalscher Rathsherr und Bürgermeister.Mit dem Anfang des sechszehnten Jahrhunderts häuft sich die Zahlder Studenten, welche wir später als Glieder der Rathscanzelleienund der Magistrate wiederfinden. Seit der Mitte des sechszehntenJahrhunderts bestanden die Rathscollegien der Städte Riga, Revalund Dorpat zu einem Theile beständig aus gelehrten Gliedern,die ihre Bildung auf Universitäten erlangt hatten.

Ueberblicken wir nun zum Schluss die Reihe der hier ver-zeichneten Studirenden unseres Landes aus den vergangenenJahrhunderten und betrachten wir den späteren Lauf ihres Lebensund ihre Wirksamkeit, so müssen wir bekennen, dass wir unterihnen keine hervorragenden Geister ersten Ranges finden, welche,in der menschlichen Erkenntniss bahnbrechend, einen Umschwungherbeigeführt und eine neue Aera begründet hätten. Obgleichmanche unter ihnen, namentlich aus dem Adel, in Landes- undStaatsdienste getreten sind, auch sich mitunter der militärischenLaufbahn gewidmet haben, so sind doch hervorragende Staats-männer und ruhmreiche Heerführer nicht aus ihnen hervorge-gangen. Die historischen und politischen Verhältnisse unseres Lan-des waren eben auch wenig dazu angethan, um Söhne des Landesauf solche Bahnen zu führen und ihnen Gelegenheit zu geben,den höchsten Zielen nachzugehen und dieselben zu erreichen.Aber auch auf dem Gebiete der reinen Wissenschaft finden wirunter den Verzeichneten keine Namen, welche durch hervor-ragende geistige Schöpfungen derselben neue Gestaltungen undneue Richtungen gegeben und sich einen Weltruf erworbenhätten, obgleich manche unter ihnen, auch auf Lehrstühlen anUniversitäten, treue Pfleger der Wissenschaften gewesen sind.Dagegen finden wir aber eine grosse Reihe von Männern injedem der vergangenen Jahrhunderte, welche in ausgezeichneterTüchtigkeit, in treuer und fleissiger Arbeit und in strenger Er-füllung ihrer Pflichten von den Kanzeln, von den Richterstühlenund den Verwaltungsstellen herab zum Segen ihres Heimath-landes gewirkt und zugleich dasselbe allezeit auf dem jeweiligenStand der wissenschaftlichen Bildung erhalten haben.

Schliesslich sei hier, zum Theil wiederholend, der Dank aus-gesprochen denjenigen Herren, welche bei vorliegender Arbeit ihre

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