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der Zeit von 1367—1425 siebenundachtzig Personen verzeichnetsind, von denen die meisten, so weit wir von ihrem späterenLebenslauf Kenntniss erlangen können, Geistliche geworden sind.Es ist dies für jene Zeit und bei der geringen Zahl der der-zeitigen in Livland geborenen deutschen Bevölkerung immerhindoch schon ein sehr beachtenswerthes Zeugniss für die' geistigenBestrebungen. Jährlich wandern auch schon zu dieser Zeitmehrere Personen zum Studium hinaus.
Für die nächstfolgenden sechszig Jahre, 1426—1486, wo nurdrei Universitäten, Erfurt, Heidelberg (mit blos zwei Inscribirten)und Kostock, in Betracht kommen, sehen wir die Zahl der stu-direnden Livländer schon beträchtlich wachsen. Während wirfür die Zeit von 1367—1425 auf fünf Universitäten siebenund-achtzig Personen finden, haben die zwei Universitäten Erfurt undRostock einhundertsiebenundsechszig Studirende aus Livland auf-zuweisen. Von 1485—1513, mit welchem letzteren Jahre erst derBesuch von Wittenberg von Livland aus seinen Anfang nimmt,ist fast ausschliesslich die Universität Rostock vertreten, welchein dieser Zeit von hundertdreiundzwanzig Livländern besuchtwurde, während in diesem Zeitraum in Erfurt nur zwei Personensich finden. In den folgenden zweiundfünfzig Jahren, von 1513bis 1565, finden wir in Wittenberg einundneunzig, in Rostockhundertundsechs, in Heidelberg elf, in Köln von 1513—1522 elf,in Erfurt zwei, zusammen zweihundertzweiundzwanzig Personen,was ebenfalls eine Zunahme zeigt. In den darauffolgenden ein-unddreissig Jahren, von 1565—1596, haben wir Matrikelauszügenur von Rostock. Während dieser Zeit ist Rostock von hundert-undsechszehn Livländern besucht; es finden sich also dort injedem Jahre immer einige neue Studenten aus Livland ein. Diesist aber die Zeit, in welcher schon eine Reihe anderer Uni-versitäten in's Leben getreten waren, welche auch von unseremLande aus besucht wurden. Die Universität Leyden, 1575 be-gründet, weche in ihrer ersten Zeit nur eine geringe Frequenzhatte, beginnt bald durch den Ruf ihrer Lehrer eine bedeutendeAnziehungskraft auszuüben, namentlich gegen die Mitte des sieb-zehnten Jahrhunderts, wo schon aus allen Ländern und allenWelttheilen die Jünger der Wissenschaft hinströmen. Von Liv-
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