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gepets und gepürlichen willigen diensten iederzeit zu bevor.Ehrnhaffte, vornehme, achtpare und gunstige liebe berren undfreunde, wir vernehmen mit besonderm bekümmerniss, dazauf den beutigen tag das hiebevor vielmals gewünschte undvon Euweren Liebden hertzlieh begerte öffentliche exercitiumder reynen unverfelsehten religion vermög warhafftiger unver-endeter Augspurgischer Confession, wie solche im Jahr 1530übergeben, undt im Jahr 1580 durch protestirende churfürstenund stende des reichs im Concordienbuch wider allerleysecten im öffentlichen druck wiederholet, durch nichts so sehrund viel verhindert und auffgehalten werde, als das ihr indiesen verdacht gezogen werden wolt, als rhumet ihr euchzwar derselbigen reynen bekenntnuss und doch under solchemschein wurden andere im Eeligionsfrieden verbottene undausgesetzte secten und opiniones besonders vom heiligen abent-mall undt der person unseres herren Jesu Christi vortgesetztund verthediget, stehe in der sorg, da solcher verdacht uffEurer Liebden liegen bleiben und dero un schul dt bey Römi-scher keyserlicher majestett und anderen stenden des reichsnicht bey Zeiten ahn tag kommen soltte, das längs begerteexercitium reyner unverfelchter religion nicht alleine nichtseinen fürtgang erlangt, sondern vielmehr, welches der gnedigeGott vätterlich verhüten wollte, euwern christlichen heufleinetwa scherpfer dürfte zugesetzet werden.
Deswegen wier zu brüderlicher warnung vojinöten hielten,E. L. uff' christliche und bestendige vernunftige mittel zudencken sein wölte, welcher gestalt ohn männichliches besebwp-rung ihr aus solchem verdacht euch wickeln undt es hierbeyerhalten, das vor wie nach und jetzo wie bevor die protesti-rende stende zum trewlichsten ahn geburlichen enden undOrdern sich ewerer ahnnehmen mögen.
Ob nun woll wier in keinen zweiffei setzen, der allmech-tige Gott E. L. dermassen mit christlichem verstant begabt,sie auch dero gottesfürchtigkeit dazu also mit duchtigen Seel-sorgern versehen, das sie selbst uff vorgehende anruffunge gött-liches nahmens genügsame dienliche weg ahn die handt zu