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1 (1886) Zur Kritik sagenhafter Beziehungen Karls des Großen zu Aachen. - Die lutherische Gemeinde zu Aachen im Laufe des 16. Jahrhunderts
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4. Stellung der Gemeinde im Rahmen des luthe-rischen Bekenntnisses.

Es ist im Vorhergehenden darauf hingewiesen worden,dass die lutherische Gemeinde in Aachen nach ihrer eignenErklärung sich zu der unter der Aufsiebt von Flacius Illy-ricus entstandenen und von ihm unterschriebenen Antwer-pener Confession und Apologie aus den Jahren 1566 undund 1567 bekannte. Hierbei muss berücksichtigt werden,dass diese Confession zu einer Zeit verfasst worden war,wo Flacius allerdings schon die streng lutherische Richtungvoll und ganz vertrat und auch im synergistischen Streitebereits Stellung genommen hatte, wo aber der an den Na-men dieses Mannes sich knüpfende Kampf um das Wesender Erbsünde zu vollem Ausbruch noch nicht gelangt war 1 ).Doch konnte es nicht ausbleiben, dass ebenso wie später-hin in der Antwerpener lutherischen Gemeinde, die nuneinmal so eng mit der Persönlichkeit des Flacius verknüpftwar, auch in Aachen die in diesem mit so grosser Schärfegeführten Kampfe sich zeigenden entgegengesetzten Auf-fassungen mehrmals Gegenstand lebhafter Diskussionenwurden.

In der Aachener Gemeinde bestand jedenfalls schonseit ihrer Begründung eine Strömung, welche zu einer etwasfreiem Auffassung, wenn auch natürlich im Rahmen deslutherischen Lehrbegriffs, hinneigte. Denn sonst Hessensich weder die Verbote öffentlicher Besprechung der strei-tigen Punkte 2 ) noch überhaupt die Anerkennung und An-nahme der in einem hervorragend melanchthonischen Sinne

1) Vgl. Preger a. a. 0. H, 291, 310 ff. Schultz Jacobia. a. 0. (1863) S. 82 sucht bei der Abfassung der AntwerpenerConfession irrthümlicher Weise einen Gegensatz zu Flacius zu con-statiren. Das Richtige trifft jedenfalls Preger.

2) Vgl. unten S. 56 ff.