Zur Kritik sagenhafter Beziehungen Karls desGrossen zu Aachen.
Was mich zu der folgenden Besprechung einer Klasseder Beziehungen, in welche die spätere Sage Karl denGrossen zu seinem Lieblingsaufenthalt Aachen gesetzt, ver-anlasst hat, liegt nahe. Hat man doch so eben noch inunsern Tagen in Aachen selbst den Versuch gemacht, diesesagenhaften Beziehungen als wirkliche darzustellen unddaran gedacht, die Abschaffung des vielen theuer gewor-denen Jahrmarktes, der in dem laufenden Jahre zum letztenMale — so scheint es wenigstens — seinen Einzug in dieStadt gehalten, unter anderm auch dadurch als ungerecht-fertigt darzustellen, dass man als Thatsache auffasste, wasdie Sage dem grossen Kaiser zuschreibt: die Errichtungdieses in seiner Bedeutung für unsere heutigen Verhältnisseso verschiedenartig beurtheilten Jahrmarktes. Ja, was ammeisten auffällt, konnte man sich doch bei diesem Ver-suche sogar auf Erzeugnisse der Aachener historischenLitteratur berufen, welche, obgleich sie erst vor einemDezennium erschienen sind, in einem für unsere Zeit un-gewöhnlichen Masse von Kritiklosigkeit die historischeGlaubwürdigkeit dieser sagen- und legendenhaften Gebildeohne Bedenken übernommen haben.
Die Beseitigung dieses Irrthums, dessen Vorhandenseinan dem Orte, wo man doch am besten über diese Ver-Hansen, Beiträge. I. 1